Pünktlich zum Jahreswechsel – Fragen an 10 Dresdner*innen über ihre Stadt

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und wir freuen uns auf ein neues, fröhliches, glückliches und gesundes Jahr. In circa 24 Stunden ist es dann auch schon so weit und der Silvesterabend kann beginnen. Ob im großen oder kleinen Kreis, im Restaurant, einer Bar oder im heimischen Wohnzimmer wartet eine gekühlte Flasche Sekt darauf geöffnet zu werden. Unzählige Male flimmert dabei das traditionelle „Dinner for one“ über den Fernseher, das Raclette wird ausgepackt, wir schwelgen in den schönsten Erinnerungen des vergangenen Jahres und überlegen uns vielleicht den ein oder anderen Vorsatz für das kommende Jahr.

Zum Jahresende haben wir mit zehn Dresdnern und Dresdnerinnen gesprochen und Ihnen ein paar Fragen über ihre Stadt und Tipps für das neue Jahr gefragt. Für euch haben wir daraus eine Sammlung zusammengestellt.

Was gefällt euch an Dresden besonders gut?

Ganz klar ist einer der größten Pluspunkte der schönen sächsischen Hauptstadt die Elbe. Egal wie viel Stress man im Alltag hat, ein Spaziergang am Wasser und das Beobachten der langsam vorbeiziehenden Elbdampfer hat immer eine entspannende Wirkung auf uns. Doch auch der Große Garten als kleine Oase und die bunte Dresdner Neustadt, in der es immer wieder Neues zu entdecken gibt, werden von den Dresdner*innen geliebt. Auch wenn einige Bewohner*innen doch erstaunlich selten durch die Altstadt schlendern, ist es doch jedes Mal umso schöner, wenn man sich die Zeit nimmt aufmerksam am Fürstenzug, entlang der Frauenkirche, Semperoper oder durch den Zwinger zu streifen. Die Lebensqualität in Dresden ist im Vergleich zu anderen deutschen Städten sehr hoch, die meisten Einwohner*innen sind tolerant, aufgeschlossen und freundlich. Außerdem können sich Dresdner*innen an einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz erfreuen und wissen es sehr zu schätzen nicht auf ein Auto angewiesen zu sein. Nicht zuletzt gibt es viel zu entdecken und zahlreiche schöne Fleckchen – ob laut, leise, ruhig oder quirlig.

Was nervt euch an Dresden?

So schön eine Stadt auch sein mag, gibt es natürlich auch immer Dinge, die einem gehörig auf den Geist gehen können. Sollte man doch mal ins Auto steigen fällt es in Dresden schnell auf, dass das Linksabbiegen erstaunlich selten gestattet ist, besonders anstrengend ist das in Ecken wo man sich nicht gut auskennt. Anstrengend finden es auch einige, dass die Augustusbrücke nun bereits gefühlt seit Ewigkeiten renoviert wird und aktuell noch kein Ende in Sicht ist. Puh und so hilfreich es für die Tourismuswirtschaft auch ist, irgendwie ist es doch auch anstrengend, wenn die Stadt voller Touris ist und man sich an den besonders beliebten Orten der Stadt schnell mal in einer Reisegruppe verlieren kann. Anstrengend kann auch die Wohnungssuche werden, besonders in beliebten Wohnregionen wie der Dresdner Neustadt, so werden Wohnungen ab 3-Zimmern immer rarer und die entstehenden Neubauten für viele Mieter*innen nicht finanzierbar. Eine der schönsten Antworten mit einem Augenzwinkern war jedoch diese: „Der Goldene Reiter. Die knallig gelb-golde Lackierung blendet das Auge.“

Was ist euer Lieblingsort in Dresden?

Eines haben alle unserer Befragten gemeinsam: Sie haben einige Lieblingsplätze in der Stadt. Sie reichen vom Blauen Wunder und der Aussichtsplattform der Standseilbahn, über die Elbhänge an den Elbschlössern, die Dresdner Neustadt und Heide, den Heller bis hin zum eigenen Schrebergarten, den liebevoll gestalteten Hinterhof, die Brühlschen Terrassen im Abendlicht, den Großen Garten, ganz allgemein das Elbufer, den samstäglichen Trödelmarkt am Elbufer bis hin zum Eisladen am Dikakonissenkrankenhaus und Schloss Übigau.

Was wünscht ihr euch für Dresden im nächsten Jahr?

Hier ward ihr euch einig: Fortschritt, Toleranz, weniger Baustellen und ein gesundes Wachstum. Damit Dresden auch weiterhin eine so lebenswerte Stadt bleibt und man nicht beim Blick von der neustädter Elbseite auf zwischenzeitlich bis zu 13 (!) Baukräne schauen muss, wäre es doch schön etwas organisierter und weniger profitorientiert zu bauen. Dann gab es natürlich auch noch eine Nachricht, die viele von uns Dresdner*innen sehr überrascht hat – der Diebstahl im Grünen Gewölbe. Wir alle drücken die Daumen, dass trotz der schlechten Prognosen die gestohlenen Schätze gefunden werden und wieder an ihren Platz ziehen können. Für ein jüngeres, moderneres und gerechteres Dresden wurde auch die Unterstützung und Förderung von Kreativen, Querdenkern, Neugestaltern und Kunstverliebten genannt. Bei einem Punkt ward ihr euch auch einig: Dresden soll nachhaltiger werden, als Stadt sowie auch jede*r einzelne Bewohner*in.

Unsere letzte Frage war die nach einer Assoziation, welches Wort bzw. welche Wortsammlung fällt unseren Interviewteilnehmer*innen als erstes ein, wenn sie an Dresden denken. Wir finden es sind spannende Antworten dabei.

Dresden – welches Wort kommt euch sofort in den Sinn?

Elbe (2x), Buntes Dresden, Landeshauptstadt, Sandstein, Elbwiesen, Elbflorenz, Frauenkirche, Dresdner Stollen, Heimatstadt

Wir wünschen euch einen wunderbaren Start in ein gesundes und glückliches Jahr 2020. Rutscht gut hinüber und vielleicht findet ihr noch ja noch ein Minütchen eure Dresden-Assoziation mit uns in den Kommentaren zu teilen.

P.S.: Vielen lieben Dank an euch zauberhaften Zehn für das Beantworten unserer Fragen!

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