10 außergewöhnliche Sportarten, die du in Dresden ausüben kannst

Du hast schon zahlreiche Sportarten ausprobiert, aber keine hat dir so richtig gefallen? Fußball, Ballett oder Pumpen im Fitnessstudio sind nichts für dich und du bist langsam ratlos, was deine Fitness angeht? Oder du suchst eine besondere Sportart für dein Kind oder dich und deinen Vierbeiner? Dann bist du hier genau richtig! Unabhängig von den „klassischen“ Vereinssportarten gibt es in Dresden nämlich viele außergewöhnliche Sportkurse und Trainings, von denen du wahrscheinlich dachtest, dass diese nur in den USA populär sind und angeboten werden. Doch Dresden hat genauso viel an Sportmöglichkeiten zu bieten! Im Folgenden zeigen wir dir deshalb 10 Sportarten, die nicht jede*r kennt, du aber in deiner Stadt ausprobieren kannst!

1. Einradhockey

Hockey, aber auf dem Einrad? Du hast richtig gehört, diesen Sport gibt es tatsächlich! Hier spielen, wie beim klassischen Unihockey, zwei Mannschaften gegeneinander, nur dass dabei Eishockeyschläger und ein Tennisball verwendet werden. Diese Sportart kam erstmals in den 1970er Jahren aus Japan nach Europa und ist mittlerweile so weit verbreitet, dass es sogar eine Weltmeisterschaft im Einradhockey gibt. Da ist es kein Wunder, dass das Einradhockey spielen natürlich auch in Dresden praktiziert wird! Der Sportverein Motor Mickten Dresden e.V., welcher übrigens auch zwei aktive Mannschaften in der Deutschen Einradhockeyliga aufgestellt hat, bietet in der Turnhalle des Marie-Curie-Gymnasiums jeden Dienstag ein Anfängertraining und jeden Freitag ein Training für Fortgeschrittene an. Anmelden für einen Schnupperkurs kannst du dich beim Abteilungsleiter Ole Jaekel unter einradhockey@motor-mickten.de, bestimmte Voraussetzungen musst du dabei nicht haben. Einradfahren kann jede*r ganz schnell lernen und das Material, wie z.B. eben ein Einrad, wird zu Beginn erstmal vom Verein gestellt. Der Sport auf dem Einrad stärkt zudem den ganzen Körper, deine Ausdauer, Koordination und deinen Gleichgewichtssinn. Außerdem spielst du immer im Team; und macht Sport in Gesellschaft nicht gleich doppelt so viel Spaß?

Sport auf dem Einrad ist längst keine Seltenheit mehr!

2. Wasserball

Wir machen direkt weiter mit Ballsport und stellen dir das Wasserball spielen vor! Ähnlich wie beim Handball wird, hier allerdings mit einem Volleyball, in zwei Mannschaften auf die gegenseitigen Tore gezielt – alles eben nur im Schwimmbecken. Zudem hat Wasserball, entgegen vieler Vermutungen, ein deutlich geringeres Verletzungsrisiko als Handball oder Fußball. Neben Ausdauer werden durch das Aufhalten im Wasser auch Kraft, Geschick und natürlich Teamgeist gefördert. Die Anfänge dieses Sports lassen sich in England finden, 1904 war Wasserball sogar erstmals bei den Olympischen Spielen vertreten und ist somit die älteste olympische Mannschaftssportart. Dementsprechend gibt es auch heute noch viele Wettkämpfe, wie die Wasserball-WM, -EM, internationale Weltcups und nationale Meisterschaften. In Dresden wird Wasserball zum Beispiel im Schwimmsport- und Wasserballverein TuR Dresden e.V. in verschiedenen Schwimmhallen trainiert. Von Anfängertrainings bis zur Meisterschaftsvorbereitung bietet der SWV Dresden montags bis samstags Wasserballtrainings an, die genauen Termine kannst du dem Trainingsplan auf der Website entnehmen. Wenn du interessiert bist, schreib‘ einfach eine Mail an leitung@wasserball-dresden.de und erkundige dich nach den genauen Adressen der Schwimmhallen. Um mit dem Spielen anfangen zu können, musst du nur älter als 9 Jahre sein und sicher Schwimmen können. Ist das erfüllt, steht deinem neuen Wassersport nichts mehr im Wege!

Ein Wasserballspieler startet gerade einen Torversuch.
Ballsport gibt es nicht nur in der Halle.

3. Wasserski

Für alle Wasserratten gibt es allerdings auch noch andere Sportarten im kühlen Nass, wie zum Beispiel das Wasserskifahren. Auf speziellen Wasserski wird man hier, oftmals an einem Lift, über die Wasseroberfläche gezogen. Dabei ist das Ganze schwieriger und anstrengender, als es vom Ufer aus aussieht! Du baust enorme Körperspannung auf, trainierst deine Balance und natürlich deine gesamte Körpermuskulatur. Die Idee zum Skifahren auf dem Wasser stammt von zwei Amerikanern, die in den 1920er Jahren die gesamte Welt begeisterten, indem sie erstmals auf dem Wasser „stehen“ konnten. Diese Begeisterung hält sich bis heute, sodass es sogar Championships im Wasserski gibt. Und auch in Dresden kannst du dieser Sportart nachgehen, beispielsweise an der Kiesgrube Leuben bei Cable Dresden. Dort kannst du dich online für Anfänger-, Schnupper- oder Fortgeschrittenenkurse, aber auch für freie Übungszeiten anmelden.

Ein Sportler wird auf seinen Wasserski über einen See gezogen.
Wasserski ist anstrengender als es aussieht.

4. Quidditch

Quidditch ist den meisten wahrscheinlich nur aus Harry Potter bekannt: beim Trimagischen Turnier kämpfen die zwei Mannschaften aus Gryffindor und Slytherin auf fliegenden Besen gegeneinander und versuchen dabei, verschiedene Bälle in dafür vorgesehene Ringtore zu werfen. Quidditch, auch Quadball oder Muggel-Quidditch genannt, gibt es aber auch in unserer Welt, seitdem zwei amerikanische Studenten auf die Idee kamen, den Sport auf uns „Muggel“ zu übertragen. Heutzutage ist Quidditch eine auf der ganzen Welt verbreitete Vollkontaktsportart mit Elementen aus Rugby, Handball und Dodgeball, wobei auch ganze Weltmeisterschaften und Weltcups ausgeführt werden. Das Prinzip ähnelt dabei dem Quidditch aus Hogwarts, nur dass es eben auf dem Boden anstatt in der Luft stattfindet: als Erschwerung des Spiels werden weiterhin Stöcke als Besen zwischen den Beinen getragen, die Spieler haben unterschiedliche Rollen und die verschiedenen Bälle müssen genauso in die verschiedenen Ringtore geschossen werden. So werden Ausdauer, die Ganzkörpermuskulatur, Konzentration und Teamgeist gestärkt. Der Deluminator Quidditch Club Dresden e.V. bietet genau diese Sportart an und trainiert dafür jeden Sonntag auf der Dohnaer Straße 154. Wenn du älter als 16 Jahre bist, melde dich doch für einen unverbindlichen Schnupperkurs bei Trainer Lucas Scheuvens unter qcdresden@gmail.com an!

Eine Frau mit Ball in der Hand auf dem Quidditch-Feld.
Quidditch ist nicht nur in Hogwarts so beliebt.

5. Fechten

Kommen wir nun zum einzigen Kampfsport dieses Beitrags: dem modernen Sportfechten. Das Fechten gilt als einer der ersten Wettbewerbe der Menschheit und entwickelte sich weiter bis hin zur europäischen Duellkultur und olympischen Disziplin. Mit dem Gedanken, das historische Fechten so gut wie möglich in die Gegenwart zu übertragen, wurde das Grundprinzip dabei immer beibehalten: im Duell treten zwei Fechter*innen mit einem Florett oder Degen gegeneinander an. Aufgrund der Schutzkleidung und der speziellen, biegsamen Klinge besteht bei dieser Kampfsportart heutzutage, im Gegensatz zum historischen Fechten, natürlich nur noch ein geringes Verletzungsrisiko. Ganz im Gegenteil wirkt sich dieser Sport in vielerlei Hinsicht nämlich sehr gut auf deinen Körper aus! Du verbesserst nicht nur Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer, sondern auch Koordination, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Ein großer Vertreter des Fechtens ist dabei der Dresdner Fecht-Club 1998 e.V., welcher Fechttrainings für Kinder bis hin zu Senioren sowie Freizeit- und leistungsorientiertes Fechten anbietet. Hier ist jede*r herzlich Willkommen, denn die einzige Voraussetzung für ein Schnuppertraining ist mitgebrachte Sportkleidung. Dafür anmelden kannst du dich unter DFC1998@gmx.de.

Zwei Fechtsportler im Duell in weißer Trainingskleidung.
Das Fechten gilt als eine der ältesten Sportarten der Menschheit.

6. Orientalischer Tanz

Wer sich lieber zum Rhythmus der Musik bewegt, sollte dem orientalischen Tanz, umgangssprachlich auch bekannt als Bauchtanz, vielleicht eine Chance geben! Der ursprünglich aus Ägypten kommende Tanzstil beinhaltet Elemente aus Show- und Bühnentanz sowie Ballett, die Bewegungen kommen dabei hauptsächlich aus der Körpermitte. So werden Ausdauer, Koordination, Gedächtnis und die Muskulatur des ganzen Körpers beansprucht und gefördert. Den Bauchtanz kannst du bei Layalina Bellydance in Dresden lernen. Dort werden Bauchtanzkurse für Anfänger und Fortgeschrittene in der Tanzschule Reh auf der Hartingstraße 1 unterrichtet, die Voranmeldung dafür erfolgt über das Online-Kontaktformular. Hast du ein gutes Rhythmusgefühl, wird der Bauchtanz vielleicht deine neue Lieblingssportart!

Eine Bauchtänzerin im orientalischen Kostüm.
Der orientalische Tanz sieht nicht nur total schön aus, sondern fördert auch Körper und Geist.

7. Poledance

Ein weiterer Weg, Tanz und Sport zu vereinen, ist das Poledancing: an einer festen oder frei drehenden Stange verschmelzen artistische Drehungen und akrobatische Figuren unter rhythmischer Musik zu einem Tanz, der nicht nur total grazil und ästhetisch aussieht, sondern auch noch alle Muskelgruppen des Körpers, vor allem Oberkörper, Hüftbeuger und Bauchmuskulatur, beansprucht. Das Poledancing wird seit tausenden von Jahren ausgeübt und stammt ursprünglich aus der traditionellen asiatischen Akrobatik. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schwappte diese Sportart auch nach Amerika und Europa und wurde vor allem in Zirkussen ausgeführt. Heutzutage gilt dieser besondere Tanz weltweit vor allem als Freizeitsport, wird aber auch auf nationaler und internationaler Ebene als Wettbewerb ausgetragen. Wenn du diesen Tanzstil unbedingt erlernen möchtest, bist du bei CrazyPole Dresden an der richtigen Adresse. Je nachdem, was du dir vorstellst, werden hier Schnupperkurse, Aufbaukurse über mehrere Wochen, aber auch Spaßkurse unterrichtet. Die Anmeldung hierfür erfolgt über das Onlineformular der Website von CrazyPole.

Eine Tänzerin kopfüber an einer Poledance-Stange.
Poledance vereint Artistik, Akrobatik und Tanz.

8. Calisthenics

Wir stellen dir nun eine Sportart vor, die ganz ohne Trainingskosten auskommt: Calisthenics. Dieser in den Parks von New York entstandene Sport kombiniert Krafttraining, Geräteturnen und Akrobatik und basiert fast ausschließlich auf Eigengewichtsübungen. Calisthenics werden hauptsächlich im Freien auf Sportplätzen oder Calisthenicparks ausgeführt und sind dabei genauso anstrengend wie effektiv: es wird nicht nur deine gesamte Körpermuskulatur beansprucht, sondern deine komplette intermuskuläre Koordination und Stabilität werden ausgebaut. Fasziniert von diesem Sport übten ihn weltweit immer mehr Menschen aus, sodass 2011 die erste Calisthenics-Weltmeisterschaft stattfinden konnte. In Dresden kannst du dich ganz ungebunden an dieser Sportart probieren – entweder auf Spielplätzen oder zum Beispiel im nagelneuen Calisthenics-Park im Sportpark Ostra. Wenn du zudem gern in Gesellschaft trainieren willst oder ein paar Tipps von erfahrenen Sportler*innen haben möchtest, ist die CityBarZ ein guter Ansprechpartner.

Ein Sportler trainiert mit seinem eigenen Körpergewicht an Geräten eines Sportparks.
Beim Calisthenics wird bewusst versucht, die Schwerkraft zu überwinden.

9. Parkour

Sowohl als Sport- als auch als Fortbewegungsart zählt Parkour. Mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers bahnt man sich durch Sprünge, Saltos oder Kletterbewegungen möglichst effizient seinen Weg durch die Stadt. Dabei wird Parkour aber auch als kreative Kunst des menschlichen Körpers verstanden. Entwickelt wurde diese Sportart in den 1980er Jahren von einem Vater-Sohn-Duo aus den USA welches auch damals schon das Ziel hatte, bestimmte Werte durch diesen Sport zu vermitteln – den Respekt gegenüber unserer Umwelt, deren Wertschätzung und deren Erhaltung. Durch Parkour lernst du allerdings nicht nur, deine Umwelt zu schätzen, sondern auch deinen eigenen Körper: das Ganzkörpertraining erfordert neben hoher Konzentration nämlich auch Selbstdisziplin; zudem lernst du, deine eigenen Grenzen einzuschätzen. Bei dem Verein Parkour Dresden kannst du genau das erlernen. Es werden Schnupperkurse, freie Trainings und Workshops für jede*n angeboten, für die du dich ganz einfach unter info@parkourdresden.de anmelden kannst.

Ein Parkour-Sportler springt von einem hohen Container zum anderen.
Parkour gilt als sehr außergewöhnliche Fortbewegungsart.

10. Hundesport

Du möchtest nicht allein trainieren, sondern am liebsten mit deinem Vierbeiner? Wie wär’s denn mit Hundesport? Hundesport gilt als Sport von Menschen mit Hunden mit dem „Ziel der größtmöglichen Harmonie zwischen Mensch und Hund“ (Deutscher Hundesportverband). Es gibt dabei verschiedene Sportarten, die du mit deinem Hund ausführen kannst; Turnierhundsport, Rally Obedience oder Hoppers sind nur einige davon. Je nach Sportart konzentrierst du dich dementsprechend auf eure Ausdauer, das Hund-Mensch-Team oder auf die Bedürfnisse deines Tieres, um es entsprechend seiner Anlagen richtig zu beschäftigen. All das bietet der Hundesportverein Dresden Neustadt e.V. an! Neben Kursen wie Schnuppertrainings, Gästetrainings oder Theoriekursen werden hier auch Turniere, wie zum Beispiel das Rally Obedience Turnier, durchgeführt. Anmelden kannst du dich und deinen Hund unter vorstand@dresden-hundesport.de.

Ein Hund springt über ein rotes Hindernis.
Hundesport ist Training für Mensch und Tier.

Wie du siehst, hat Dresden auch einiges an außergewöhnlichen Sportarten zu bieten! Vielleicht ist ja deine neue Traumsportart unter diesen Zehn dabei? Schreib‘ es uns gern in die Kommentare! Wenn du außerdem auf der Suche nach weiteren Sportarten bist, lies dir doch gern unsere Beiträge zu Kampfsportarten oder Wassersport in Dresden durch.

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