Roßthal – Schloss Roßthal

Heute möchten wir dir den Stadtteil Roßthal vorstellen. Hier findest du das BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung, einen Reiterhof und das Schloss Roßthal. Der Stadtteil hat wie Naußlitz, sich seinen dörflichen Charakter über Jahrhunderte hinweg bis heute bewahrt.

Lage

Der Stadtteil Roßthal liegt innerhalb von Cotta und wird im Norden durch Wölfnitz, im Westen durch Pesterwitz, im Osten durch Naußlitz und Dölzschen begrenzt. Durch Roßthal fließt der Roßthaler Bach.

Öffentliche Verkehrsmittel

Im Stadtteil Roßthal verkehren keine Straßenbahnen. Allerdings ist die Haltestelle „Wölfnitz“, welche du mit der Linie 6 erreichen kannst, nur 15 Minuten zu Fuß, von dem Stadtteil entfernt. Allerdings kannst du Roßthal sehr gut mit dem Bus erreichen. So verkehrt die Buslinie 90 bei der Haltestelle „Neunimptscher Straße“. Der Bus hält unmittelbar vor dem BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung.

Geschichte

Roßthal wird im Jahre 1319 erstmals als „Rostyl“ erwähnt. Es entstand als ein Platzdorf. Wie bei vielen heutigen Stadtteilen in Dresden änderte sich auch hier der Name über die Jahrhunderte mehrfach. So hieß der Ort unter anderem „Rostel, Rostil, Roßlenn, Röstel, Fröstel, Rößel und einige Abwandlungen mehr. Erst im Jahr 1675 entstand die erste Nennung mit „Roßthall“, welcher dem heutigen Roßthal sehr nahe kommt.

Wie man auch heute noch gut sehen kann, ist der Haupterwerb in Roßthal die Landwirtschaft. Bis heute besteht der Ort zu einem großen Teil aus landwirtschaftlichen Nutzflächen. Über die Zeit hinweg, ging Roßthal in unterschiedlichste Besitztümer über. Während der Husitenkriege wurde es schwer beschädigt.

Von Roßthal hast du einen wunderbaren Blick auf Dresden.

Ursprünglich unterstand Roßthal dem Meißner Domkapitel. Nach der Reformation blieb der Ort ebenfalls Eigentum unter Meißen, allerdings unter einem evangelischen Dompropst. Im Jahr 1628 wurde Roßthal durch diesen an den kurfürstlichen Kammerdiener Johann Ullmann als Lehen übergeben und durch Johann Georg I wurde der bereits bestehende Vierhufenhof zum Rittergut erhoben. Nachdem Tod von Ullmann ging die Grundherrschaft an die Familie von Krahe. In der Zeit entstand das Schloss als Herrenhaus.

Um 1785 entstand auf der Roßthaler Flur die Siedlung Neunimptsch. Vorher existierte an dieser Stelle das Dorf „Beerhut“, welches aus unbekannten Gründen zur Wüstung wurde. Auch heute ist der Name noch von Bedeutung, unter anderem als Straßenbezeichnung „Beerenhut“ oder auch als Haltestellenname. Neunimptsch bestand aus einfachen Gutsarbeiterhäusern. Diese Gutsarbeiterhäuser wurden mit den Roten Häusern und Jägerhäusern der Pesterwitzer Flur zu einer eigenständigen Gemeinde vereinigt.

Im April 1918 wurden die Gemeinden Roßthal und Neunimptsch zur Gemeinde Roßthal vereinigt und im Jahre 1923 wurde Roßthal zu Dölzschen eingemeindet.

Hier siehst du das Schloss in Roßthal.

Das Schloss

In Roßthal gibt es eine Sehenswürdigkeit, welche sich von historischen Interesse lohnt, das Schloss Roßthal. Dieses wurde bereits 1657 als Herrenhaus für Alexander von Krahe erbaut. Ab 1736 ging das Rittergut in den Besitz der Familie von Nimptsch über. Nachdem das Schloss in dem Siebenjährigen Krieg zerstört wurde, baute Carl Siegmund von Nimptsch dieses wieder auf. Dabei erhielt es einige Verbesserungen und Verschönerungen. So wurde ein höherer Turm hinzugefügt, welcher eine bessere Aussicht bot, sowie ein Landschaftspark. Der Park wurde mit verschiedenen Bauwerken, Grotten und Vexierspiegel verschönert. Leider ist aus dieser Zeit nur noch eine Einsiedelei und ein spitzbogiges Parktor, welches barocke Verzierungen besitzt, erhalten geblieben.

Ab 1819 ging das Schloss immer wieder in andere Besitztümer über. Im Jahr 1852 wurde das Schloss von Carl Friedrich August Krebs übernommen. In dieser Zeit erweiterte man es um zwei Obergeschosse und es erhielt den achtseitigen Turm. Bis 1945 blieb es in dem Familienbesitz von Carl Friedrich August Krebs. Nach dem Krieg diente das Schloss bis 1949 als Stadtgut der Stadt Dresden. Danach wurde das Schloss sowie die landwirtschaftlichen Flächen von dem volkseigenen Gut „Gartenbau Pesterwitz“ übernommen. Auf dem Land erichtete man eine Berufsschule, welche bis heute als BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung besteht.

Unmittelbar gegenüber dem Schloss liegt das Gut Pesterwitz, ein Reiterhof. Hier kannst du Reiten lernen, einmal im Monat findet ein Ponyreiten für Kinder von 3 – 6 Jahren statt und es werden Pensionsboxen angeboten.

Hier in Roßthal findest du das BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung.


Wie du siehst gibt es auch in dem von Landwirtschaft geprägten Stadtteil einiges zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.