Dresden kostenlos. Teil 1/3: Stadt

Dresden muss man nicht unbedingt mit einem Taler in der Tasche erleben. In unserem „Dresden kostenlos.“-3-Teiler haben wir pro Teil 5 Aktivitäten zusammengestellt, welche ihr ganz ohne etwas zu bezahlen erleben könnt. Die 3 Teile sind jeweils eingeteilt in die Kategorien: Stadt, Natur und Museen. In unserem ersten Teil dieser Triologie dreht sich alles um die Stadt. Besonders für Neu-Dresdner sind hier sicher viele neue Ideen dabei und für die, die schon länger hier wohnen vielleicht ein paar Ideen, was man ruhig mal wieder machen könnte!

1. Ein Rundgang durch die Altstadt

Ja, das ist wohl eine der Standard-Aktivitäten hier in Dresden. Aber mal ganz ehrlich: die Dresdner Altstadt ist doch wohl auf jeden Fall einen Besuch (mal immer wieder!) wert… Einige mögen vielleicht ihrem Sommerurlaub nach Rom oder Venedig nachtrauern, dabei vergisst man manchmal, was man doch eigentlich vor der eigenen Tür so schönes hat! Also: Kopf hoch und wieso mal nicht die eigene Stadt in einem Rundgang im kleinem Kreis neu erkunden?

So beginnen wir einfach mal am Theaterplatz vor der Semperoper. Benannt nach Gottfried Semper wurde sie 1838 bis 1841 erbaut und brannte knapp 30 Jahre später-1869 völlig ab, da ihr Innenbau aus Holz war. Neun Jahre später wurde die Semperoper wieder neu eröffnet.

Weiter Richtung Zwinger, könnte man auf dem Rundgang weiter den Durchgang durch die Gemäldegalerie nehmen. Auch diese wurde vom Architekten Gottfried Semper entworfen. Sie verbindet den Theaterplatz mit dem Areal des Zwingers- nicht nur physisch, sondern auch optisch.

Der Zwinger ist wohl eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Dresdner Altstadt. August der Starke ließ ihn damals anlässlich der Hochzeit seines Sohnes errichten- als repräsentativen Festplatz. Repräsentativ ist dieses Meisterwerk im barocken Stil allemal. Die Gebäude als Umrandung des Platzes dien(t)en zur Aufbewahrung seiner Sammlungen. Das Kronentor gegenüber von der Gemäldegalerie zeugt von sächsischer Macht, die gekreuzten Schwerter stehen für die Kurfürstenwürde und der Königszepter und die vier polnischen Adler für die Krone Polens.

Weiter geht es über das Taschenbergpalais (damals errichtet für die Gräfin Cosel, heute ein Hotel) zum Residenzschloss. Dieses wurde nach dem Bombenangriff 1945 weistestgehend zerstört und 1986 wieder aufgebaut. Im Westflügel sind im Historischen Grünen Gewölbe kostbare Schätze von August dem Starken ausgestellt.

Weiter geht es zur Kathedrale St. Trinitatis. Sie entstand 1739 bis 1754 als katholische Hofkirche nach Entwürfen Chiaveris im spätbarocken Stil. Lange wurde der Bevölkerung der Bau dieser katholischen Kirche von August dem Starken verschwiegen, da er (anfangs protestantisch) erst kurz vor der Wahl zum polnischen König zum Katholizismus übertrat.

Wenn man nun die Augustinerstraße entlang Richtung Neumarkt geht, kann man dabei den berühmten Fürstenzug betrachten. Hier sind die Wettiner Herrscher von 1123 bis 1904 auf einem 101 Meter langem und 10 Meter hohem Gemälde verewigt.

Am Neumarkt befindet sich die berühmte Frauenkirche-das wohl mit berühmteste Wahrzeichen Dresdens. Sie rückte vor allem durch den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ins öffentliche Interesse. Heute ist sie wohl der Touristenmagnet schlechthin. Der Besuch des Inneren der Frauenkirche ist ebenfalls kostenlos, wer hoch auf die Kuppel gehen möchte, kann dies für 8 Euro (unermässigt) oder 5 Euro (ermässigt) tun.

Wenn man nun die Münzgasse entlangspaziert, kommt man schnell zu den Brühlschen Terrassen. Diese sind ein wunderbarer Ort, um sich die schöne Aussicht auf das gegenüberliegende Ufer zu Gemüte zu führen. Blickt man zurück, kann man die Altstadt in ihrer vollsten Pracht betrachten. Der Staatsminister Brühl bekam 600 Meter Uferstreifen der ehemaligen Befestigungsanlagen im 18.Jahrhundert geschenkt und ließ hier ein Palais, einen Garten, eine Bücherei und eine Galerie anlegen. Seit seinem Tod sind die Brühlschen Terassen öffentlich zugänglich.

Das beste an Dresdens Altstadt ist, dass alle Sehenswürdigkeiten sich auf engstem Raum befinden. So ist man relativ schnell fertig und hat nicht allzu lange Wege machen müssen. Wer noch nicht genug hat, kann noch die Augustusbrücke überqueren. Von hier hat man den Wohl besten Ausblick auf die Altstadt.

2. Schlendern durch die Neustadt

Die Kunsthofpassage in der Äußeren Neustadt

Wenn man schonmal in Zentrumsnähe ist, dann kann man ja auch der allseits beliebten Neustadt einen Besuch abstatten. Zahlreiche Geschäfte aller Art sind hier anzutreffen, denn die Dresdner Neustadt ist der Mittelpunkt der alternativen Szene. Schallplatten, Antiquitäten, Secondhandstores und allerhand Raritäten kann man hier erhalten. Auch verschiedene Streetfoodspezialitäten kann man hier probieren. Am Abend öffnen Bars und allerhand andere Lokalitäten, was viele anzieht. Auch der Alaunpark ist ein beliebter Treffpunkt.

3. Besuch des Bismarckturms in Dresden-Räcknitz

Wer Lust auf eine großartige Panoramaaussicht über Dresden hat, sollte auf jeden Fall den Bismarckturm in Dresden-Räcknitz besuchen. 23 Meter hoch ragt das ehemals als Feuersäule geplante Bauwerk über die Baumwipfel in Räcknitz hinweg und bietet bei schönem Wetter einen großartigen Rundblick über das Elbtal. Entstanden ist der Bismarckturm im Zuge des Denkmalbooms um 1900 und ist Bestandteil des Bismarckmythos zu jener Zeit. Interessant ist, dass eigentlich ja ein Netzwerk aus Feuersäulen genau desselben Typs, welches sich über das gesamte Deutsche Reich entstehen sollte. 46 andere Bismarcksäulen gibt es, sie unterscheiden sich jedoch in Höhe, Breite und Baumaterial. Heute bietet der Bismarckturm in Dresden nach einem 158-stufigem Aufstieg den Zugang zu einer Aussichtsplattform.

4. Dresden von oben betrachten

Wenn wir bereits bei Aussichten sind, dann können wir auch direkt dabei bleiben. Denn es gibt noch so einige Geheimtipps bezüglich toller Aussichten über Dresden. So ist beispielsweise die Aussicht von den Bergstationen der Bergbahnen wunderschön.

Na, was ist der höchste Berg Dresdens? Von ihm hat man nämlich eine tolle Aussicht über das Elbtal. Der Triebenberg ist seit der Eingemeindung Schönfeld-Weißig die höchste Erhebung Dresdens und Standort einer Außenstelle der Technischen Universität. Erreichen kann man den Triebenberg von Eschdorf und Zaschendorf aus.

Eine weitere tolle Gegend für Spaziergänge mit Aussichten über Dresden als Ziel ist das Gebiet der Aussichtstürme um Weinböhla. 4 Aussichtstürme kann man hier bewandern: den Friedensturm, den König-Albert-Turm, die Wartturm-Ruine und das Gellerthäusschen auf dem Gellertberg. Zu unserem Artikel über Aussichtstürme geht es hier.

Fichteturm in Plauen

5. Palais Sommer

Wie der Palais Sommer dieses Jahr wohl aussehen wird?

Obwohl dieses Jahr so einige Festivals geplatzt sind, kann der Palais Sommer mit spezifischen Hygienestrategien stattfinden. Mit einem neuartigem Organisationskonzept, welches bereits vom Gesundheitsamt bestätigt wurde, geht das beliebte Open-Air-Festival dieses Jahr in die 11.Runde. Vom 17. Juli bis zum 23. August sind insgesamt über 100 Veranstaltungen geplant, darunter 15 Konzerte, zwölf Klaviernächte und über 60 Yogaveranstaltungen. Hinter dem japanischen Palais dürfen sich insgesamt bis zu 1000 Menschen dieses Jahr versammeln. Die Idee ist, Kreise in verschiedenen Größen aufzumalen, in welchen sich 3-4 Menschen, oder Leute aus denselben Haushalten versammeln können. Der Palais Sommer ist ein Kulturhighlight für alle Altersklassen und auch dieses Jahr wieder kostenlos!

Was sind eure kostenlosen Geheimtipps für Dresden? Schreibt es doch gerne in die Kommentare!

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