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Botanischer Garten Dresden – 5 Dinge die du noch nicht wusstest

Dresden hat viele Grünflächen und kann somit für absolute Entspannung und Frühlingsgefühle bei den Bewohnern sorgen. Eine ganz besondere angelegte Grünfläche ist der Botanische Garten der TU Dresden am Straßburger Platz. Sicher ist dieser vielen ein Begriff, dennoch gibt es einige Sachen, die ihr vielleicht noch nicht wusstet.  

1. Bewohner im Garten?

Der Botanische Garten Dresden ist für seine unzähligen Pflanzenarten aus aller Welt bekannt. Die meisten Besucher kommen vorbei, um sich nur diese anzuschauen. Dennoch gibt es noch einige andere Bewohner, welche den Botanischen Garten ihr zu Hause nennen dürfen.

Im großen Tropenhaus kann man neben dem vielen Grün mit etwas Glück kleine Wachteln zwischen den Pflanzen spazieren gehen sehen. Ruhe, Geduld und ein gutes Auge sind gefragt, wenn man die kleinen Vögelchen länger betrachten möchte. Sie scheinen sich im Tropenhaus zwischen den ganzen exotischen Pflanzen sichtlich wohl zu fühlen.

Na, entdeckt ihr die Wachtel?
Na, entdeckt ihr die Wachtel?

Wachteln sind aber nicht die einzigen Bewohner des Tropenhauses, hier kann man in einem separatem Raum auch bunte Fische in Aquarien beobachten. Im Garten befinden sich außerdem mehrere Insektenhotels mit tierischen Bewohnern – schaut mal vorbei.
Ein ganz besonderer Bewohner im botanischen Garten soll sich wohl im Victoria-Haus befinden. Zu sehen ist er nicht so oft, dafür aber mit etwas Glück ab und an zu hören. Hierbei handelt es sich um den karibischen Coqui Frosch, der durch pfeifen sein Revier abgrenzt und um Weibchen wirbt. Gleichzeitig dient der kleine Frosch als Schädlingsbekämpfer im Victoria-Haus, denn am liebsten frisst er Asseln und Schaben. Vielleicht habt ihr das Glück einem Konzert des Frosches lauschen zu dürfen.

In den Gewächshäusern gibt es viele tierische Bewohner.
In den Gewächshäusern gibt es viele tierische Bewohner.

2. Exotische Fotolocation

Ein kleiner Geheimtipp für Fotografen ist der Botanische Garten übrigens auch, denn hier hat man eine wunderbare Ruhe zum fotografieren und die schönsten Hintergründe sowie Fotomotive. Wo sonst kommt man ohne großen Aufwand und Geld zu solch exotischen Hintergründen?
Wenn ihr dem Garten einen Besuch abstattet, werdet ihr merken, dass sich dieser Tipp unter Fotografen bereits rumgesprochen hat, denn fast jeder Zweite läuft mit einer großen Kamera herum, um sein Model oder die tollen Blütenprachten abzulichten.

Strahlende Farben erwarten euch.
Strahlende Farben erwarten euch.

Selbst in den Wintermonaten entstehen wunderschöne Fotos in den grünen Gewächshäusern – und frieren muss dabei auch keiner.

Das Sukkulenten-Haus ist für Fotografen auch ein toller Anlaufpunkt.
Das Sukkulenten-Haus ist für Fotografen auch ein toller Anlaufpunkt.

3. Besondere Pflanzen und deren Geheimnisse

Süßkartoffeln, Ananas, Mate, Kaffee, Bananen und Reis nehmen wir gerne zu uns und kaufen es im Supermarkt ohne mit der Wimper zu zucken, dabei wissen wir weder wo es her kommt, noch wie es überhaupt wächst. Im Botanischen Garten findet man die Antworten.

Wer errät was hier für eine Frucht wächst?
Wer errät was hier für eine Frucht wächst?

Süßkartoffel
In warmen Ländern ist das beliebte Gemüse, die Süßkartoffel, ein Grundnahrungsmittel und auch bei uns sind sie bereits ein absoluter Trend in den Restaurants. Die stärkereichen Wurzelknollen können bis zu 3 kg schwer werden und eignen sich auf Grund ihres hohen Zuckergehaltes auch für die Sirup- und Alkoholgewinnung.

Mate-Tee
wurde bereits bei den Indianern vor vielen 1000 Jahren verwendet. In Argentinien wird der Verbrauch von Mate-Tee auf 6kg/Kopf im Jahr geschätzt, was 12x so hoch ist wie der Verbrauch von Kaffee. Auch bei uns findet Mate schon seit einiger Zeit anklang. Auf Grund seiner leicht anregenden, abführenden und appetitmindernden Wirkung wurde er auch oft für Schlankheitskuren verwendet.

Zimtbaum
Ein weiteres interessantes Highlight im botanischen Garten ist der Zimtbaum, welcher sich im Tropenhaus befindet. Der Name sagt schon einiges über den Baum aus, denn aus desse Rinde werden unsere handelsüblichen Zimtstangen gewonnen. Dies ist ein sehr aufwendiger Prozess, aber einer der sich lohnt, oder? 😉

Berg-Kaffee
Sogar eine echte Kaffee-Pflanze ist im Botanischen Garten zu finden. Dass interessante daran ist, dass Kaffee das Alkaloid Coffein beinhaltet, welches die Herztätigkeit und die Durchblutungsförderung anregt. Allerdings können bereites 4 Gramm reines Coffein zur Ohnmacht beim Menschen führen. In unserem fertigen Kaffee ist ein Coffeingehalt von 1,3%.

In den Gewächshäusern erfahrt ihr viel über die exotischen Pflanzen.
In den Gewächshäusern erfahrt ihr viel über die exotischen Pflanzen.

Wenn ihr wissen wollt wie all diese Pflanzen aussehen, dann müsst ihr dem Botanischen Garten einen kleinen Besuch abstatten.

4. Bombenangriff 1945

Bereits seit 1893 hat der Botanische Garten in Dresden seine Tore für Pflanzenbegeisterte geöffnet. Somit trägt er schon eine lange Geschichte mit sich und blieb auch von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg nicht verschont. In der Nacht vom 13. Februar 1945 fielen insgesamt 19 Sprengbomben auf das Gelände des Gartens. Fast alles wurde zerstört, doch wie durch ein Wunder traf keine der Bomben das Palmenhaus. Durch die heftigen Druckwellen wurden jedoch alle Glasscheiben zerstört, was für den Tod der meisten tropischen Pflanzen sorgte. Einige der empfindlichen Gewächse konnten daraufhin noch gerettet werden, indem sie von Mitarbeitern in die Gewächshäuser nach Pillnitz gebracht wurden. Nach dem Wiederaufbau durften diese dann wieder zurück in den  Botanischen Garten.
Auch heute sind noch einige dieser Exemplare vorhanden und auch andere Gehölze zeigen die verheerenden Folgen des Bombenangriffes auf den Garten.

Nun wächst alles wieder hervorragend.
Nun wächst alles wieder hervorragend.

5. Pflanze der Woche

Jede Woche wird im Botanischen Garten nicht der „Mitarbeiter der Woche“ geehrt, sonder eine ganz besondere Pflanze des Gartens, welche auf Grund ihres Namens, ihres Aussehens, ihrer Leistung oder ihrere besonderen Blütenpracht auserwählt wird. Auf der Internetseite des Gartens könnt ihr euch immer über diese informieren und alle wichtigen Details erfahren.
Diese Woche ist es zum Beispiel der Japanische Papierbusch, der auf Grund seiner Nutzung zur Papierschöpfung in Asien etwas ganz besonderes ist. Früher wurden aus diesem Gewächs sogar die japanischen Banknoten erzeugt.  Die Scheine gelten als die qualitativ besten der Welt und lassen sich sehr schwer fälschen. Nun wurde der japanische Papierbusch von der Faserbanane zur Banknotenerzeugung abeglöst.

Eine große Auswahl an unterschiedlichen Gewächsen.
Eine große Auswahl an unterschiedlichen Gewächsen.

Wenn ihr nun Lust habt einen Spaziergang durch den Botanischen Garten zu machen kommen hier noch ein paar Infos.


Öffnungszeiten:

April bis September 10.00 – 18.00 Uhr
März und Oktober 10.00 – 17.00 Uhr 
Februar und November 10.00 – 16.00 Uhr
Januar und Dezember 10.00 – 15.30 Uhr

Eintritt: frei (Spenden sind gern gesehen)

Der Botanische Garten hat mehr zu bieten als der ein oder andere vielleicht gedacht hat. Er verbirgt viele interessante Geheimnisse zu besonderen Pflanzenarten, welche auf Tafeln vor den Pflanzen bekanntgegeben werden. Schaut also mal vorbei und lasst euch von spannenden Fakten, exotischen Pflanzen und bunten Blüten überraschen und verzaubern. 

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