Der atemberaubende Blick auf Pillnitz und die Weinbergkirche

Die 5 schönsten Stadtspaziergänge in und um Dresden

Endlich ist er da: der langersehnte Frühling! Egal ob Einheimische oder Besucher Dresdens, uns alle zieht es hinaus um mal wieder eine große Portion Sonne zu tanken. Und wie lässt sich das gute Wetter am besten genießen? Richtig, bei einem ausgedehnten Spaziergang um die barocke Kulturhauptstadt von ihren schönsten Seiten zu erleben.

Dresden vom Balkon Europas aus entdecken – die Brühlsche Terasse und weltweit berühmte Bauwerke

Dieser Spaziergang zeigt euch die wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen Dresdens! Du beginnst diesen Spaziergang vor dem Zwinger, den du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Haltestelle „Postplatz“ erreichst oder du parkst mit dem Auto in der Tiefgarage der Semperoper. Der Name Zwinger stammt von der vorgelagerten Ringmauer die zum Angriff bezwungen werden musste und wurde im Auftrag August des Starken erbaut. Vom Zwinger schlendern wir zur berühmten Semperoper. Das Opernhaus wurde im Jahr 1878 erbaut und nach dem Architekten Gottfried Semper benannt. Die Oper hat jahrelange Tradition und ein Besuch der Veranstaltungen ist äußerst lohnenswert. Von der Semperoper aus laufen wir zum Schlossplatz. Dieser war häufig Schauplatz der Geschichte, von Napoleons Besuch im Mai 1812 bis hin zur erzwungenen Abdankung des letzten sächsischen Königs Friedrich August III. im Jahr 1918. Wenn du dich umsiehst erblickst du die Dresdner Hofkirche (im Auftrag von August dem Starken 1739 bis 1755 erbaut), an der wir vorbeilaufen und über die große Freitreppe auf die Brühlsche Terrasse gelangen. Hier können Dresdner und Besucher die zauberhafte Aussicht auf die Neustadt, die Augustusbrücke und die liebliche Elblandschaft genießen. Unser Spaziergang führt uns weiter bis zur Synagoge, die erst 2001 neu erbaut wurde und eine einzigartige Architektur aufweist, auch hier lohnt es sich einmal einen Blick hineinzuwerfen. Von der Synagoge geht es weiter Richtung „Albertinum“. Das Museum zeigt Ausstellungen von Künstlern des 19., 20. und 21. Jahrhunderts und hat sowohl Dauer- als auch Sonderausstellungen. Nun laufen wir zu einem der Wahrzeichen Dresdens, der Kunstakademie, von den Dresdnern auch humorvoll „Zitronenpresse“ genannt. Die Kunst Akademie gehört zu einer der renommiertesten Hochschulen Deutschlands. Nicht weit dahinter befindet sich schon die wichtigste Sehenswürdigkeit Dresdens: die im Jahr 1945 zerstörte Frauenkirche, die 2005 endlich in ihrer vollen Pracht wiederaufgebaut wurde! Wenn du die Frauenkirche betritts wölbt sich eine gigantische Kuppel samt Gemälde über dir. Der Schlusspunkt deines Spaziergangs ist die Kreuzkirche am Altmarkt. Mit 3000 plätzen ist die Kirche das Zentrum der Kirchenmusik Dresdens und veranstaltet immer wieder Konzerte.

Dieser Stadtspaziergang eigenen sich sehr gut, wenn du nicht viel Zeit mitbringst aber gerne die Elbflorenz kennen und lieben lernen möchtest.

Aussichten vom Balkon Europas – die Brühlsche Terrassen
Aussichten vom Balkon Europas – die Brühlsche Terrassen

 

Der schönste Weg nach Pillnitzder Blick auf die Sommerresidenz August des Starken

Wenn du von den Weinbergen aus einen gigantisch schönen Blick auf das Pillnitzer Schloss und das Panorama ganz Dresdens haben willst, solltest du dir ca. drei Stunden Zeit nehmen und festes Schuhwerk besitzen, um 10 km mit 270 Höhenmetern zurücklegen zu können. Mit der Buslinie 63 fährst du Richtung Graupa bis zur Haltestelle „Pillnitzer Platz“ oder parkst mit dem Auto auf dem Parkplatz des Schlossparks. Von dort läufst du am Reiterhof „Alte Schäferei“ links vorbei und folgst der Straße immer geradeaus über den Berg bis auf der rechten Seite im Tal ein Wanderweg in den Friedrichsgrund weist. Diesem folgst du bis zur „Meixmühle“, einer Gaststätte, die neben der Sagenumwobenen Drachenburg, zur Rast einlädt. An der „Meixmühle“ vorbei folgst du rechter Hand dem Wanderweg zur historischen Triangulationssäule auf dem Borsberg. Dazu überquerst du auf dem Borsberg angelangt die Straße und umrundest die Häuser. Von der Säule aus, folgst du dem grün – weiß gestreiften Wanderzeichen. Hierbei ist es etwas schwierig den richtigen Wegweiser zu finden, aber wenn du aufmerksam suchst wirst du den richtigen Weg finden. Dabei kommst du an der Rysselkuppe vorbei, wo sich dir bei klarem Wetter ein Blick bis in die Sächsische Schweiz bietet. Folgst du dem Weg weiterhin gelangst du wenn du nach links abbiegst an den Weinberg und erreichst dein Ziel: ein atemberaubend schöner Blick über Dresden! Ein besonderer Augenschmaus bietet sich dir bei Sonnenuntergang. Zurück zur Haltestelle oder zum Parkplatz geht es entlang eines sehr kurvigen Weges, wo eine schöne Bank ein letztes Mal die Möglichkeit für eine kleine Pause gibt. Der Wanderweg endet, wenn du auf den Bergweg stößt. Von dort aus läufst du zurück zur Haltestelle oder zum Parkplatz.

Als Belohnung kannst du dir nun noch den wunderschönen Schlosspark anschauen.

Der atemberaubende Blick auf Pillnitz und die Weinbergkirche
Der atemberaubende Blick auf Pillnitz und die Weinbergkirche

Auf den Spuren der ersten deutschen Gartenstadt – entdecke den romantischen Charme Helleraus

Auf den Spuren der einzigartigen Gartenstadt Hellerau, beginnen wir unseren Spaziergang an der Haltestelle „Festspielhaus Hellerau“ oder du parkst mit dem PKW auf dem Parkplatz des Festspielhauses. Das „Europäisches Zentrum der Künste“ Dresden entstand aus der Vision Karl Schmidts heraus, der 1909 die erste deutsche Gartenstadt nach englischem Vorbild zum Leben erweckte und die Deutschen Werkstätten in Hellerau gründete. Er vereinte die Idee von Arbeit, Wohnen und Kultur, in Zeiten von katastrophalen Wohnbedingungen durch die Industrialisierung verursacht. Das Festspielhaus selbst wurde von dem Architekten Tessenow entworfen. Das Gebäude diente zur Musikimprovisation, Gehörbildung, Rhythmikausbildung und dem modernen Ausdruckstanz. Berühmte Persönlichkeiten wie Gret Palucca waren Schüler/innen des Leiters Jaques – Dalcroze. Nachdem das Gebäude zwischenzeitlich als Polizeischule umgebaut wurde, dient es jetzt wieder als Kulturstätte für moderne Kunst. Vom Festspielhaus folgst du dem Weg zurück zur Hauptstraße „Karl – Liebknecht – Sraße“. Dieser folgen wir linker Hand und biegen nach links in den „Valeria-Kratina-Weg“ ein, nur um erneut nach rechts abzubiegen. Du siehst hier die Reformschule Helleraus, die mit Nitzsche als Direktor alternative Schulformen entwickelte. Du folgst dem „H. – Tessenow – Weg“ bis du wieder auf die Hauptstraße kommst, dieser folgst und rechts in die Straße „Am Pfarrlehn“ gehst. Dort siehst du fünf Fachwerkreihenhäuser aneinander, die auf Grund ihrer Optik auch „Scheune“ genannt werden und mit besonderen Ziegeln gestaltet wurden. Rechter Hand siehst du das Reihenhaus „Am Schänkenberg“. Dieses Gebäude war weniger teuer und sollte für die Männer dienen die aus dem 1. Weltkrieg zurückkamen. In Hausnummer 17-23 wurden bereits spezielle Wände Tessenows eingebaut die das Haus durchlüften. Du biegst links in den „Ruscheweg“ und in einer Linkskurve in die Straße „Am Sonnenhang“. Auf einem Waldhügel entstanden hier 15 Häuser aus Holz. Diese wurden in den Hellerauer Werkstätten für wenig Geld produziert und waren Beispiel dafür, dass auch mit wenig Budget gute Wohnungen errichtet werden können. Weiter geht es nach links „Am Talkenweg“ und anschließend wieder links in den „Heideweg“. In der Hausnummer 20 wohnte der Unterstützer und Verfechter der Gartenstadt Wolf Dohrn, bis zu seinem Tod. Danach umgibt dich das Landhausviertel mit dem Goethehaus (Nr.24/26) und biegst du nach links ab triffst du auf die „Deutschen Werkstätten Hellerau„. Der Werkskomplex hat die Form einer Schraubzwinge und beherbergt ca. 400 Künstler, Architekten, Wissenschaftler und Technologen. Hier kann bei Bedarf auch ausgezeichnet gespeist werden. Du folgst weiter dem „Moritzburger Weg“ und biegst links in die Straße „Am Grünen Zipfel“, vorbei am ersten Haus der Gartenstadt und der Waldschänke (heute dient sie als Bürgerzentrum). Du spazierst an der typischen Architektur der Gartenstadt vorbei nach links zum Markt. Von dort geht es auf dem „Kurzer Weg“ zum Friedhof Helleraus, auf dem Karl Schmidt ruht. Der Spaziergang geht weiter entlang des „Hellerrandes“ und zweimal links in die „Hendrichstraße“ und die Straße „Am Dorffrieden“ (siehe Bild), wo sich erneut ein typisches Bild der Gartenstadt ergibt. Du läufst zurück zur Hauptstraße und biegst zweimal rechts ab und gelangst „Am Schützenfeld“ in die ruhigen Gartenanlagen der Grundstücke. Von hier streben wir den letzten Punkt des Spaziergangs an, wieder zweimal links biegst du in die Straße „Am Schulfeld“ und siehst wie sich die Architektur von damals in neun Gebäuden ausdrückt. Nach rechts gehst du zum „Kirchensteig“ und damit zurück auf die Hauptstraße. Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist bist, dann steigst du nun an der Haltestelle „Heinrich-Tessenow-Weg“ der Linie 8 wieder ein, hast du jedoch die Anfahrt mit dem Auto gewählt, folgst du der Hauptstraße “Karl – Liebknecht – Straße“ zurück bis zum Parkplatz des Festspielhauses.

Obwohl auch diese Route durch die Stadt führt, vermittelt die Gartenstadt eine idyllische und erholsame Atmosphäre.

Die 1908 erbaute Gartensiedlung von Karl Schmidt nach englischem Vorbild
Die 1908 erbaute Gartensiedlung von Karl Schmidt nach englischem Vorbild

 

Flanieren wie Prinz und Prinzessin – von den Elbschlössern auf Dresden schauen

Dieser Spaziergang eignet sich hervorragend als Rundweg und dauert mit 10km Weg Strecke auch nur ca. eine Stunde. Doch der gigantische Blick von den Elbschlössern muss sich über 168 Höhenmetern erst hart erarbeitet werden. Du beginnst die Route am Körnerplatz (mit der Buslinie 61 und 63 zu erreichen oder die Parkmöglichkeit an der „Alten Fuerwache“) und folgst dem Körnerweg entlang der Elbe, bis du rechts auf den „Heilstättenweg“ biegst und den Weg nach Schloss Eckberg einschlägst. Das rechte Schloss der Elbschlösser wurde von 1859 bis 1861 im Auftrag des Großkaufmannes Johann Souchay erbaut und dient heute als Fünfsterne Hotel mit luxuriösem Restaurant. Von hier geht es weiter nach links zur Lingnerterrasse. Hier bietet sich dir ein gigantisch schöner Blick über Dresden, den du so schnell nicht vergessen wirst! Das Lingnerschloss wurde etwas früher als das Schloss Eckberg erbaut, nämlich 1850/53 für die Adelsfamilie von Stockhausen aus Preußen. Obwohl Karl August Lingner (der Erfinder des ODOL – Mundwassers) selbst nur kurze Zeit im Lingnerschloss lebte, wurde es nach ihm benannt. Auch hier kann vorzüglich gespeist werden. Hinter dem Lingnerschloss geht es weiter zum rechten und somit letzten Schloss: Schloss Albrechtsberg. Zwischen 1850 und 1854 von Adolf Lohse für den Prinzen Albrecht von Preußen erbaut, dient es heute kulturellen Veranstaltungen und Führungen. Außerdem können die Räumlichkeiten für verschiedene Zwecke gemietet werden. Du lässt die drei wunderschönen Schlösser nun hinter dir und folgst dem Weg vorne um Schloss Albrechtsberg herum, bis du auf die „Bautzner Straße“ triffst und diese überquerst. Hier folgst du dem Weg „Hämmerchen“ bis zum Wolfshügel und orientierst dich an dem weißen Wanderzeichen mit orangen Punkt, nach rechts. Bis du rechter Hand auf Treppen stößt die zur Standseilbahn führen und du den Weg verlässt. Du kreuzt erneut die Bautzner Straße an der Haltestelle „Plattleite“ und folgst der Ausschilderung zur Standseilbahn (seit 1895), dabei kommst du beim Friedensblick vorbei. Eine Fahrt mit der Standseilbahn ist auf jeden Fall eine einzigartige Attraktion und in der Gasstätte Luisenhof kann eingekehrt werden. Alternativ dazu kannst du aber auch auf der Straße „Plattleite“ bleiben und zurück zum Körnerplatz laufen.

Nach diesem Spaziergang weißt du garantiert, warum Dresden eine der schönsten Städte ist und du konntest dich mit herrlichem Blick wie die damaligen Prinzen und Prinzessinnen fühlen.

Die Schlösserlandschaft - Schloss Eckberg, Schloss Albrechtsberg und das Lingner Schloss
Die Schlösserlandschaft – Schloss Eckberg, Schloss Albrechtsberg und das Lingner Schloss

Durch das Weinanbaubaugebiet Radebeuls – der Spaziergang für Genießer

Diesmal beginnt eure Route am wunderschönen Schloss Wackerbarth in Radebeul, mitten im Weinanbaugebiet mit südlichem Flair. Mit der Straßenbahnlinie 4 fährst du zur Haltestelle „Schloss Wackerbarth“, wer mit dem Auto anreist kann sein Auto auf dem Parkplatz von Schloss Wackerbarth abstellen. Von 10 – 19 Uhr kann hier täglich im Erlebnisweingut Sekt und Wein erworben und gekostet werden. Hinter dem Wahrzeichen von Schloss Wackerbarth, dem „Belvedere“(wird auch oft als Trauungort genutz), beginnt unser Spaziergang mit wunderbarer Aussicht inmitten der Weinberge. Es bietet sich ein herrlicher Blick auf das Weingut und bis weithinaus über die Dächer Radebeuls. Der Weg durch die Weinberge führt uns am „Jacobsstein“ vorbei, einem Weinbergspavillon oberhalb des barocken Niederlößnitzer Hauses, auf einem Felsvorsprung erbaut. Von dort führt uns der Weg weiter zur Volkssternwarte Adolph Diesterweg. Die Sternwarte wurde 1959 erbaut und lädt mit seinem Planetarium zahlreiche Besucher zur Himmelsbeobachtung ein. Du gehst weiter bis zur „Mohrenstraße“ 10 wo sich das Friedsteinschlößchen befindet, ein ehemaliges Berg- oder Lusthaus des Herrenhauses Neufriedstein. Du folgst weiter der „Mohrenstraße“ bis du links auf die „Moritzburgerstraße“ biegst und bergauf zu einer Treppe gelangst und dieser abwärts folgst, bis du rechts in die „Obere Bergstraße“ einlenkst und in Serpentinen wieder bergauf läufst. Dort folgst du dem Weg „Am Wasserturm“ bis du zur „König-Friedrich-August Höhe“ gelangst, die einen weiten Rundumblick ermöglicht. Dahinter befindet sich der weiße Wasserturm, in diesem wurden früher französische Kriegsgefangene inhaftiert, heute ist der sogenannte „Franzosenturm“ Denkmal geschützt. Du folgst weiter der Straße „Am Wasserturm“, bis du auf die „Obere Bergstraße“ stößt, der du nach links folgst, nur um kurz darauf rechts in den „Höhenweg“ zu biegen. Dein Spaziergang führt dich entlang eines Waldweges hinunter auf den Weg „Auf den Bergen“, bis du auf die „Dr.- R.-Friedrich-Straße“ stößt und nach rechts läufst und gleich danach wieder nach links gehst um der „Paradiesstraße“ zu folgen. Nach kurzer Zeit nimmst du rechts die „Lößnitzgrundstraße“ und biegst scharf in die „Hoflößnitzstraße“ ein, die dich zum Schloss Hoflößnitz führt. Dieses Weingut ist ein absoluter Geheimtipp, mit Weinbaumuseum und herrlicher Weinstube mit Weinterrasse und einem fantastischen Blick über Radebeul. Nach dieser Rast geht dein Spaziergang dem Ende entgegen. Zurück auf der „Hoflößnitzstraße“ läufst du bis zum „Augustusweg“ biegst nach links und nimmst die Bahnlinie 4 und kannst zurück zum Ausgangspunkt nach Schloss Wackerbart fahren. Die Tour dauert ungefähr zwei Stunden.

Für die ganz motivierten unter euch könnt ihr an der Haltestelle zum „Weißen Ross“ neben der Landesbühne Sachsen noch in die Lößnitzgrundbahn einsteigen und durch die Frühlingslandschaft bis nach Moritzburg sausen.

Der Geheimtipp - Schloss Hoflößnitz
Der Geheimtipp – Schloss Hoflößnitz

Kennst du noch andere Geheimtipps für einen schönen Spaziergang in Dresden? Dann lass es uns wissen! Das Team von So lebt Dresden wünscht viel Freude beim Flanieren, Entspannen und Sonnen.

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