Zschieren – Dresdner Stadtteil an der Elbe

Heute stellen wir dir den schönen Stadtteil Zschieren vor. Mit seiner elbnahen Lage, dem wunderbaren Ausblick auf das Schloss Pillnitz und seinen Kiesgruben, bietet dir dieser Stadtteil besonders viel zu sehen.

Lage

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Zschieren liegt gemeinsam mit dem Stadtteil Söbrigen an der östlichsten Grenze von Dresden. Im Westen findest du die Stadtteile Sporbitz, Großzschachwitz und Kleinzschachwitz. Nördlich von Zschieren, hinter der Elbe, liegt Pillnitz und im Süden grenzt Heidenau an Zschieren an.
Innerhalb von Zschieren befinden sich zudem die zwei Kiesgruben und das Strandbad Wostra. Gut die Hälfte des Stadtteils besteht aus Natur, Feldern und Gewässern.

In Zschieren findest du viele Felder und grüne Flächen!

Öffentliche Verkehrsmittel

Innerhalb von Zschieren verkehren keine Straßenbahnlinien. Allerdings grenzt die Endstation „Kleinzschachwitz Freystraße“ der Straßenbahnlinie 2 unmittelbar an den Stadtteil an. Weiterhin kannst du Zschieren problemlos mit den Buslinien 65, 86 und 88 erreichen. Auch kannst du mit der Fähre zwischen Pillnitz und Zschieren über die Elbe fahren.

Geschichte

Die erste Erwähnung von Zschieren geht auf das Jahr 1242 zurück. Damals wurde es als Schirin erwähnt. Eine weitere Erwähnung fand im Jahre 1445 als Tscherin statt. Vermutlich geht Zschieren auf eine slawische Fischersiedlung zurück. Auch der Ortsname deutet auf die Tätigkeit des Fischfanges hin, denn Schirin bedeutet soviel wie „Senknetz“.

Im Jahre 1619 wurde im nördlichen Teil der Weiler Trieske erstmals erwähnt. Im 18. Jahrhundert nannte man Trieske auch umgangssprachlich „Weibertausch“, welches auf die damaligen Ehebrüche hindeuten sollte. Bis heute ist noch das Hauptgebäude aus dem damals separat entstandenen Trieske erhalten. Dieses wird aktuell als Kindergarten genutzt.

Damals unterteilte man Zschieren auch in Groß- und Kleinzschieren. Diese beiden Teile gehörten ab 1546 zur Dohnaer Kirche.
Ab dem Jahre 1615 unterstand die Ortschaft Pillnitz, Graupa und Schönfeld.
Im Jahre 1897 wechselte Zschieren von der Dohnaer Kirche zur Parochie der Kirchgemeinde Kleinzschachwitz.

Aufgrund der Nähe zu der Elbe hat Zschieren oft Schäden durch Hochwasser erlitten. Altzschieren liegt nur gut einen Meter über dem Elbspiegel. Hochwasser wie im Jahre 1784 und 1830 zerstörten dabei den alten Dorfkern nahezu vollständig. Auch im Hochwasser 2002 standen viele der Gebäude meterhoch unter Wasser. Ein weiterer großer Schaden entstand bei einem Brand im Jahre 1719, welchem 12 Höfe zum Opfer fielen.

Bis in das Jahr 1760 war in Zschieren der Weinanbau von großer Bedeutung. Allerdings litt auch Zschieren, wie viele andere Orte in Dresden, unter dem Siebenjährigen Krieg. Aufgrund des Krieges endete auch der Weinanbau dauerhaft. Anschließend wurde von 1874 bis 1940 noch eine Ziegelei betrieben.

Ein Findling. Du findest ihn unmittelbar an der Elbe gelegen.

In Zschieren gab es lange Zeit keine größeren Wohnneubauten. Begonnen wurde mit größeren Neuansiedlungen nach dem 1. Weltkrieg. Gegen Ende des 19. Jahrhundert entwickelte sich Neuzschieren zunehmend zu einem Villenstandort. Bis zu seiner Eingemeindung nach Dresden am 1. Juli 1950 war Zschieren eine eigenständige Ortschaft.

Der Gasthof Zschieren, von welchem du einen schönen Blick auf die Elbe genießen kannst.

Kiesgrube Zschieren

Ab dem Jahre 1981 betrieb man in Zschieren einen Kiestagebau.
Allerdings wurden drei der Abbaufelder des Kiestagebau durch das Hochwasser im Jahre 2002 überschwemmt und somit der Kiesabbau beendet. Zwei der drei Stellen kannst du heute noch als Seen betrachten. Eine weitere Grube, welche bis 2018 noch als See vorhanden war, wurde mittlerweile verfüllt.

Das Angeln sowie schwimmen gehen ist in den Kiesgruben verboten. Aber sie eignen sich hervorragend für einen schönen Spaziergang. Oft kannst du hier auch viele Schwäne, Enten und Fische beobachten.

Eine der Kiesgruben in Zschieren. Baden und Angeln ist hier zwar verboten, aber sie bieten dir einen wundervollen Ausblick und Möglichkeiten zum Spazieren!

Weitere Unternehmungsmöglichkeiten

Strandbad Wostra

Das Strandbad Wostra liegt ziemlich zentral in dem Stadtteil Zschieren. Erreichen kannst du es am besten über die Bushaltestelle „Wostra“. Hier hält die Buslinie 86.

Das Strandbad Wostra ist ein reines FKK-Bad in Dresden und bietet einen 2000m² großen Badesee sowie einen Nichtschwimmerbereich. Auch kannst du mehrere kleine Sportplätze in dem Gelände finden, eine Wasserrutsche und genug freie Liegefläche ist auch vorhanden. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist der großzügige Sandstrand des Freibades.

Wenn du mehr über Freibäder in Dresden erfahren möchtest, findest du hier einen weiteren Beitrag von uns!

In unmittelbarer Nähe zum Strandbad Wostra befindet sich auch der Campingplatz Wostra.

Wandern & Spazieren

Zschieren ist der perfekte Stadtteil, wenn du an der Elbe entlang spazieren möchtest. Neben viel Natur bekommst du hier herrliche Ausblicke, wie auf das Schloss Pillnitz, Weinberge und weit entfernte Gebirge zu sehen.

Von Zschieren aus kannst du das Schloss Pillnitz betrachten und über die Fähre besuchen!

Restaurants:
• Gasthof Zschieren
• Hommel’s Gasthaus
• Gaststätte „Zur Elbinsel“

Campingplätze:
• Campingplatz Wostra

Sport:
• Kanu-Dresden (Kanuvermietung und Touren)
• Bootszentrum Dresden (Bootsverleih)

Hier kannst du dir Kanus ausleihen oder Touren buchen.

Wie du siehst hat Zschieren einiges zu bieten. Gerade wenn du die Natur magst, lädt der Stadtteil aufgrund der Nähe zur Elbe, seinen Kiesgruben und dem Schloss Pillnitz perfekt zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Gerade jetzt, da das Wetter langsam besser wird, ist der Stadtteil einen Besuch wert!

Quellen:
https://www.dresden.de/de/rathaus/stadtbezirksaemter/leuben/geschichte/132010100000168857.php
http://www.dresdner-stadtteile.de/Ost/Zschieren/zschieren.html

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