Dresden bietet solide Möglichkeiten für Rollsportler, auch wenn man auf dem Weg zum guten Asphalt oft über Kopfsteinpflaster stolpert. Wer die richtigen Ecken kennt, findet jedoch genug Platz für ein paar Kilometer oder ein Training im Skatepark. Ob man dabei auf schnellen Inlineskates Strecke macht oder auf klassischen Rollschuhen eher die Wendigkeit sucht, bleibt am Ende Geschmackssache.
Skate or Blade? Die Wahl der Rollen
Während die Roller-„Blader“ auf schmalen Inlineskates die Kilometer am Elberadweg fressen, sieht man in den Skateparks und im Großen Garten immer häufiger die klassischen Quads/ Rollerskates. Für viele ist es eine Stilfrage: Suchst du die Geschwindigkeit beim Bladen oder die Wendigkeit und den Retro-Vibe auf klassischen Rollschuhen? In Dresden ist Platz für beides, auch wenn die schnellen Inliner auf den langen Asphaltstrecken technisch meist im Vorteil sind.
Gemeinsam Inlineskates fahren: Das Nachtskaten
Das bekannteste Event der Stadt bleibt das Dresdner Nachtskaten. Alle Informationen zu den Terminen und Routen stehen direkt auf Nachtskaten-Dresden.de. Ein Beispiel markiert die Kautasit-Runde, die traditionell im Mai stattfindet. (Dieses Jahr: 15.05.2026) Mit 22 Kilometern Länge durch den Dresdner Osten führt sie über Strecken, die man tagsüber wegen des Verkehrs eher meidet. Da die Polizei die Fahrbahn sperrt, rollt es sich hier deutlich entspannter als im normalen Stadtverkehr. Diese Strecke wird nur erfahrenen Skater empfohlen, die fit sind und gut bremsen können.
Wo man in Dresden am besten rollen kann
Der Elberadweg bleibt die naheliegendste Option für längere Touren. Besonders die Altstädter Seite punktet mit Abschnitten aus brauchbarem Asphalt. Man teilt sich den Weg allerdings oft mit vielen Radfahrern und Fußgängern, was gerade an Wochenenden Aufmerksamkeit erfordert.
Eine Alternative bietet der Große Garten. Die breiten Hauptalleen machen den Park zum Haupttreffpunkt für Inlineskater und Rollschuhfahrer. Es bleibt der typische Ort für ein paar Feierabendrunden ohne nennenswerte Steigung.
Skaterparks und Vereine
Für alle, die lieber an ihrer Technik und Tricks feilen, existieren über das Stadtgebiet verteilt einige Skateparks. Die Anlage an der Lingnerallee liegt zentral und zweckmäßig. Wer modernere Betonflächen sucht, weicht nach Prohlis oder an die Budapester Straße aus. Diese Anlagen bieten passende Hindernisse für Inliner und Quads gleichermaßen.
Die wichtigsten Skateparks in Dresden zur Übersicht:
- Skatepark Lingnerallee: Der zentrale Klassiker direkt in der Innenstadt (Nähe Pirnaischer Platz). Er bietet ein urbanes Street-Layout und ist der wichtigste Treffpunkt der Szene.
- Skatepark Prohlis: Eine sehr moderne Anlage an der Gamigstraße. Der Park überzeugt durch einen guten „Flow“ und glatten Beton, der sich ideal für Inliner und Rollschuhe eignet.
- Skatepark Budapester Straße: Direkt unter der Brücke gelegen, bietet dieser Spot Schutz vor leichtem Regen und Sonne. Er ist bekannt für seine gute Mischung aus Transitions und Street-Elementen.
- Skatepark im Sportpark Ostra: In der Nähe der Messe finden sich verschiedene Elemente für Einsteiger und Fortgeschrittene, eingebettet in das große Sportareal.
- Skatepark Gorbitz (Harry-Dember-Straße): Eine weitere solide Beton-Anlage im Westen der Stadt, die verschiedene Hindernisse für technisches Training bereithält.

Abseits vom reinen Rollen auf Asphalt pflegt der Post SV Dresden den Rollkunstlauf. Hier dominieren Technik und Choreografie auf klassischen Rollschuhen – ideal für alle, die ein festes Vereinstraining dem bloßen Hin- und Herfahren vorziehen. Wer sich für die ästhetische Seite des Sports interessiert, findet auf Rollkunstlauf.org die richtigen Ansprechpartner.
Dresden bietet viele schöne Wege und Parks für regelmäßige Runden auf Rollen. Neben dem Nachtskaten finden ab und zu Rollschuh-Partys statt, die allerdings noch recht selten sind. Vielleicht hast du ja einen Geheimtipp für die die nächste Rollschuhdico?
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