Auf dem Foto ist die Dresdner Semperoper bei Nacht zu sehen. Die Lichter lassen das Opernhaus auch im Dunklen erstrahlen.

Der Nussknacker: DAS Weihnachtsballett in der Semperoper Dresden

Klassische Musik, fantastische Tänzer*innen und eine gute Geschichte, all das macht den Festtagszauber in der Semperoper komplett. Wie jedes Jahr führt die Dresdner Semperoper im Dezember Tschaikowskys klassisches Ballett „Der Nussknacker“ auf. Nehmt euch einen Abend Zeit und lasst euch von den Tänzern durch das Land der Träume, der Weihnacht und der Tradition führen.

Auf dem Foto ist der Zwingerteich zu sehen. Im Hintergrund trohnt die Semperoper. Die Szene ist verschneit.
Vom Zwingergarten aus kann man die Semperoper schon erblicken.

Die Handlung

Achtung, Spoiler! Doch bei einem Ballett ist es immer gut, die Handlung im Voraus zu kennen, um die Geschichte erfolgreich mitverfolgen zu können. Die Handlung des bekannten Balletts beruht auf dem Märchen „Nussknacker und Mausekönig“ von E. T. A. Hoffmann aus dem Jahre 1816 und auf der Bearbeitung dieses Werkes durch den französischen Dichter Alexandre Dumas. Je nach Übersetzung und Interpretationen unterscheiden sich die Handlungen verschiedener Aufführungen oftmals in einigen kleineren Details.

Die Kinder der Familie Stahlbaum freuen sich unglaublich auf das Weihnachtsfest. Nach dem Schmücken des Weihnachtsbaumes und der Bescherung spielen die Kinder mit ihren vielen Geschenken. Doch dann tritt Drosselmeier in den Saal. Den Mann umgibt etwas Geheimnisvolles, fast Gruseliges, aber die Kinder sind auch neugierig, denn Drosselmeier macht ihnen die besten Geschenke. Die jüngste Tochter Marie erhält einen Nussknacker, von dem sie direkt verzaubert ist. Drosselmeier zeigt ihr sogar, wie sie damit Nüsse knacken kann. Doch später beim Spielen geht ihr Nussknacker kaputt, der Kiefer bricht und Marie und Drosselmeier müssen ihn verbinden. Am Ende des Abends fallen alle erschöpft ins Bett, nur Drosselmeier bleibt noch wach … Als Marie mitten in der Nacht in den Salon schleicht, um nach ihrem Nussknacker zu sehen, trifft sie eine Maus in Menschengröße. Und immer mehr Mäuse bevölkern den Raum. Marie will fliehen, doch fällt mit ihrem Nussknacker im Arm in Ohnmacht. Drosselmeier, welcher bis eben auf der Standuhr saß, trägt sie zum Sofa. Doch plötzlich beginnt alles im Raum zu wachsen, auch Marie wächst von einem Mädchen zu einer jungen Frau heran. Maries Nussknacker und der Mäusekönig ihres Bruders stehen sich jetzt mit ihren Armeen aus Spielzeugsoldaten und Mäusen feindlich gegenüber. Marie verhilft dem Nussknacker zum Sieg, woraufhin sich dieser in einen Prinzen verwandelt. Marie und der Prinz werden nun in einen geheimnisvollen winterlichen Zauberwald und von da aus in das Land der Süßigkeiten geschickt, in dem sie auch die Mutter des Prinzen, die Zuckerfee, kennenlernen. Nachdem der Prinz seiner Mutter vom Kampf und Maries Hilfe berichtet hat, ernennt die Zuckerfee Marie und den Prinzen zu den zukünftigen Herrschern des Landes der Süßigkeiten.

Doch dann wacht Marie auf. Ihre Mutter hat sich auf die Suche nach ihr begeben, nachdem sie sie nicht in ihrem Bett fand. Die Mutter glaubt ihr nicht, doch Marie erinnert sich fest an ihre Abenteuer. Und auch Drosselmeier sitzt nach wie vor wissend auf der Standuhr im Salon.

Ein Nussknacker steht auf Nüssen vor einem verschwommenen bläulichen Hintergrund.
Ein solcher Nussknacker steht sicherlich bei vielen zur Weihnachtszeit auf der Kommode.

Die Geschichte

Heute ist „Der Nussknacker“ eines der bekanntesten und beliebtesten Ballette der Welt. Vor allem zur Weihnachtszeit wird es in vielen Opernhäusern und Theatern rund um den Globus aufgeführt und Marie, welche in manchen Ländern auch Klara oder Claire heißt, ist die Traumrolle aller kleinen Ballerinas. Doch wusstet ihr, dass die zeitgenössischen Kritiker auf das Ballett alles andere als begeistert reagiert haben? Geschrieben wurde die Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Dieser wollte, dass sein Ballett auf dem Werk von E. T. A. Hoffmann basiert, doch der Choreograf Marius Petipa verlangte eine mildere Variante, basierend auf Dumas‘ Version von Hoffmanns Werk. Tschaikowsky setzte sich jedoch für jedes Detail ein. Am 18. Dezember 1892 wird das berühmte Ballett im Mariinsky-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt. Tschaikowsky wurde von der kritischen Presse zwar einigermaßen verschont, doch den großen Erfolg des Stückes erlebte er leider nicht mehr mit. Nur ein Jahr nach der Uraufführung stirbt der Komponist an Cholera.

Viele Balletttänzer*innen stehen in einer Reihe. Es sind jedoch lediglich ihre Schuhe zu sehen.
Im Ballett werden Träume Wirklichkeit.

Das berühmte Ballett in der Semperoper Dresden

Das Ballett in zwei Akten läuft an mehreren Tagen während der Weihnachtszeit in der Semperoper. Dieses Jahr wurden die musikalische Leitung von Simon Hewett und die Dramaturgie von Stefan Ulrich übernommen. Um Choreografie und Handlung kümmern sich Aaron S. Watkin und Jason Beechey. Roberte Guidi di Bagno leitet die Bühnenbild- und Kostümabteilung und Marco Filibeck ist für das Licht verantwortlich. Die Tänzer sind Teil des Semperoper Ballett und der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Begleitet werden sie von der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Watkins und Beechey greifen bei ihrer Interpretation des berühmten Balletts auf viele Elemente aus der Originalgeschichte von E. T. A. Hoffmann zurück und versetzen die Handlung ins weihnachtliche Dresden. Noch bis Weihnachten läuft der Weihnachtsklassiker mehrwach wöchentlich in der Dresdner Semperoper!

Auf dem Bild sieht man die Semperoper Dresden. Der Himmel im Hintergrund ist schon leicht orange verfärbt. Die Sonne geht vermutlich bald unter.
Prächtig thront die Semperoper auf dem Theaterplatz.

Nach einem Weihnachtseinkauf und einem gemütlichen Spaziergang über den Striezelmarkt zum Theaterplatz flanieren und in die Semperoper gehen klingt nach dem perfekten Abend? Dann solltet ihr euch definitiv eine der Nussknacker-Aufführungen in der Semperoper Dresden anschauen! Aber beeilt euch! Die meisten Karten sind schon verkauft, doch vielleicht habt ihr auch Glück und bekommt noch welche an der Abendkasse. Einen Versuch ist es allemal wert! Denn dieses klassische Ballett in der Semperoper zu sehen gehört zur Weihnachtszeit in Dresden einfach dazu!

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