MOVE IT! Filmfestival Dresden: Filme, die bewegen

Zum wiederholten Mal findet in Dresden das MOVE IT! Filmfestival statt. Jedes Jahr im Herbst veranstaltet die Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte das Festival, das sich wichtigen gesellschaftlichen Fragen widmet. Vom 9. bis 15. November wird Dresden zum Schauplatz spannender Filme, die menschenrechts- und umweltpolitische Themen aufgreifen und zum Nachdenken anregen.

Das Festival

Website: www.moveit-festival.de/

In der kommenden Woche werden täglich in Dresdner Kinos insgesamt 26 nationale und internationale Dokumentar- und Spielfilme gezeigt. Ergänzt wird das Programm durch passende Filmgespräche und Begleitveranstaltungen, die Raum für Austausch und Diskussion schaffen. Die Vorstellungen finden im Thalia Kino, im Kino im Kasten, im Zentralkino und in der Filmgalerie Phase IV statt.

Ein besonderes Highlight ist die Verleihung des 12. MOVE IT! Filmpreises. Fünf Filme sind dafür nominiert. Getragen wird das Festival vom Verein Afrika e. V.

Ins Leben gerufen wurde das Festival bereits 2004, die erste Ausgabe fand 2005 unter dem Namen „Frauenfilmtage“ statt. Mittlerweile zählt das MOVE IT! Filmfestival zu den größten seiner Art in Ostdeutschland. Dabei versteht es sich nicht nur als kulturelles Ereignis, sondern auch als Bildungsangebot. Die Filme machen auf internationale Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und setzen sich mit Themen wie Globalisierung, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit auseinander.

„Becoming“ – Vom Werden und Verändern

Das diesjährige Motto des internationalen Festivals lautet „BECOMING“. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen, persönliche wie gesellschaftliche–, Aufbruch und Widerstand sowie die Frage, wie wir leben wollen und was wir als Gesellschaft werden möchten.

Zentral sind dabei die Menschenrechte, die keineswegs selbstverständlich sind, sondern immer wieder erkämpft, verteidigt und mit Leben gefüllt werden müssen. Gerade in Zeiten der Ungewissheit und des Wandels wird das Werden zu einem offenen Prozess: Wer können, wollen und dürfen wir sein?

Die Filme greifen diese und viele weitere Fragen auf und begeben sich auf die Suche nach Antworten. Sie erzählen von Menschen und Gemeinschaften, die für ihre Freiheit, ihre Rechte und ihre Zukunft kämpfen. Solidarität, Widerstand und neue Perspektiven werden dabei zu wichtigen Werkzeugen, um Veränderungen anzustoßen und gemeinsam neue Wege zu gehen.

Hinsehen, wo andere wegsehen. Menschen und Geschichten in den Fokus rücken, die sonst leicht übersehen werden. Und den Blick immer wieder neu ausrichten.

MOVE IT! Filmfestival
Die Herbstferien in Dresden: Gemütlichkeit ist Zeit im Kino verbringen
Das Filmfestival findet bereits zum 22. Mal in Dresden statt.

MOVE IT! YOUNG

Auch für das jüngere Kinopublikum gibt es ein passendes Angebot. Das Jugendfilmprogramm MOVE IT! YOUNG richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche und bringt, die für sie, wichtigen gesellschaftliche Themen auf die Leinwand.

Neben Projekttagen an Schulen und Sommercamps gibt es auch einen Nachwuchswettbewerb. Junge Filmemacherinnen und Filmemacher bis 21 Jahre können ihre eigenen Filme einreichen und sich damit für den Nachwuchspreis bewerben.

Highlights

Die Nominierungen

Der Gewinnerfilm des Festivals wird am 14. November um 19 Uhr im Thalia Kino bekannt gegeben. Fünf spannende Produktionen stehen zur Auswahl:

Eine weitere Empfehlung ist die Dokumentation „Der Coloris Effekt“ der Umweltinitiative DresdenZero. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit René Herold, dem Amtsleiter des Umweltamtes, statt. Gezeigt wird der Film um 18 Uhr im Kino im Kasten.

Weitere Empfehlungen

Auch abseits des Filmpreises gibt es einiges zu entdecken.

Die Verleihung des MOVE IT! YOUNG Awards findet am 15. November um 15 Uhr im Thalia Kino statt. Zunächst wird der Gewinnerfilm gezeigt, anschließend folgt die Preisverleihung. Informiert euch vorab über den Film, da möglicherweise sensible Themen wie Tod, Trauer oder die Trennung der Eltern behandelt werden.

Außerdem erwartet euch am 11. November um 19 Uhr im Zentralkino die Lesung „Mensch: Recht – Eine Lesung über Menschenrechte“. Im Rahmen der künstlerischen Darbietung werden Stimmen und Gedanken rund um Würde, Teilhabe und das Recht jedes Menschen gesammelt und hörbar gemacht.

Wer selbst aktiv werden möchte, kann am Montag von 10 bis 14 Uhr am Kick-off des Workshops „Was ist feministische Filmkritik?“ mit Sophie Charlotte Rieger teilnehmen. Der Workshop richtet sich an Filminteressierte, die sich mit feministischen Perspektiven auseinandersetzen und neue Zugänge zur Filmanalyse und -kritik kennenlernen möchten. Dabei werden intersektional-feministische Ansätze gemeinsam erarbeitet. Eine vorherige Online-Anmeldung ist erforderlich.

Nutzt die Gelegenheit und besucht das Festival! Schaut gemeinsam hin, diskutiert, hinterfragt und gestaltet den Prozess des Wandels mit. Denn Menschenrechte und gesellschaftliche Veränderungen leben davon, dass wir sie nicht nur betrachten, sondern uns auch für sie einsetzen. Auf der Leinwand, im Gespräch und darüber hinaus.

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