Corona Dresden – Informationen, Hilfe & Helfen

Das Coronavirus, auch SARS-CoV-19 genannt, ist Ende 2019 im chinesischen Wuhan ausgebrochen und hat sich seither weltweit verbreitet. Es kann zu einer schweren Lungenentzündung führen und verbreitet sich über eine Tröpfcheninfektion.

Verbreitung & Maßnahmen in Sachsen

In Sachsen sind derzeit 1.018 Infektionsfälle durch Labortests bestätigt. (Quelle, Stand 24.03.2020)

Die Stadt Dresden, das Land Sachsen und auch der Bund haben mittlerweile Maßnahmen ergriffen um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Dazu gehören verbindliche Regelungen, die sowohl auf das private als auch auf das öffentliche Leben haben.

Am 23.03.2020 erließ der Freistaat Sachsen eine weitere Allgemeinverfügung, die besagt, dass die eigenen Wohnräumlichkeiten nur noch mit triftigem Grund verlassen werden dürfen. Als triftige Gründe werden hier aufgeführt:

  • Hin- und Rückweg zur Arbeit
  • Hin- und Rückweg zur Kindernotbetreuung von Eltern
  • Wege zum Einkaufen
  • Abhol- und Lieferdienste dürfen sich frei bewegen
  • Wege zum Arzt und zu medizinischer Behandlung
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft (allein oder im engsten Familienkreis unter 5 Personen)
  • Versorgung von Haustieren

Bei dem Verlassen des Hauses ist jeglicher physischer Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden und auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Alle, die sich im öffentlichen Raum bewegen sind dazu angehalten einen Mindestabstand von 1,5m zu anderen Personen einzuhalten.

Die Allgemeinverfügung trat am 23.03.2020 um 00.00 Uhr in Kraft und hat vorerst eine Gültigkeit bis einschließlich 05.04.2020, 24.00 Uhr.

Aktuell sind in Dresden 167 Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. (Quelle, Stand: 24.03.2020, 12.00 Uhr).

Respektiert eure Mitmenschen! Haltet Abstand und reduziert soziale Kontakte auf ein absolut notwendiges Minimum.

Schutz- und Hygienemaßnahmen

Um der Infektion mit COVID-19 vorzubeugen wird folgendes empfohlen:

  • gründliches Händewaschen (20 Sekunden – für Kinder: zwei Mal „Happy Birthday“ singen)
  • in die Armbeuge husten bzw. niesen
  • bei Benutzung eines Einwegtaschentuchs anschließend die Hände waschen
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Berührungen beim Begrüßen vermeiden
  • Abstand von ein bis zwei Metern zu anderen Menschen halten, Menschenmengen meiden
  • regelmäßig die Räume lüften

(Quelle, Stand 24.03.2020)

Einfach & effizient: Bleibt zuhause und verlasst eure Wohnräume nur, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Vorgehen bei Coronaverdacht

Ihr habt einen begründeten Verdacht an COVID-19 erkrankt zu sein, da ihr zum Beispiel Kontakt zu einer positiv getesteten Person hattet. Im Uniklinikum Dresden wurde eine Infektionsambulanz eingerichtet. Folgende Schritte solltet ihr befolgen:

  • Setzt euch telefonisch mit eurem Haus- oder Betriebsarzt in Verbindung.
  • Alternativ könnt ihr die zuständigen Gesundheitsämter oder den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung für eine telefonische Erstberatung kontaktieren.
  • Solltet ihr die Auskunft bekommen, dass ein Test notwendig ist, findet ihr die Ambulanz über den Eingang auf der Südseite im Haus 10 auf dem Gelände des Uniklinikums an der Fiedlerstraße.
  • Die Infektionsambulanz hat Sprechzeiten von Mo-Fr von 08.00 – 16.00 Uhr und am Sa von 10.00 – 14.00 Uhr.
  • Bitte beachtet unbedingt, dass aufgrund begrenzter Testkapazitäten nur Patienten mit eindeutig begründetem Verdacht getestet werden können.

Wichtige Telefonnummern:

  • Infotelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen für Auskünfte bei Verdachtsfällen
    116 117
  • Infotelefon des Gesundheitsamtes Dresden
    0351-4885322 (täglich von 8 bis 16 Uhr)
  • Bürgertelefon des Sächsischen Gesundheitsministeriums zum Thema Coronavirus
    0351 – 564 55855
Schützt euch selbst und euer Umfeld. Unterstützt das Gesundheitswesen und näht Mundschutze.

Was können wir tun um zu helfen?

Kleinunternehmen & Selbstständige

Viele Läden, Cafés und gastronomische Einrichtungen mussten ihren Betrieb einstellen. Auch anderen Unternehmen mussten die Ausübung ihrer Tätigkeiten einstellen. Besonders kleine und regionale Unternehmen, Einzelunternehmen und die Kreativwirtschaft leiden unter dem Verdienstausfall. Kurzum: Existenzen sind bedroht.

Was konkret kann man tun, um gefährdete Unternehmen zu unterstützen:

  • Kauft alles was geht regional und lokal in kleinen Geschäften ein.
  • Nehmt Lieferangebote in Anspruch.
  • Kauft Gutscheine.
  • Bestellt online angebotene Produkte eurer liebsten Kleinunternehmer.
  • Hinterlasst positive Bewertungen in sozialen Netzwerken (z.B. Facebook) oder auf Google.
  • Verteilt Herzen, liebe Kommentare und teilt Beiträge auf Social Media.

Mundschutz

In Krankenhäusern, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Kliniken und Arztpraxen werden neben Desinfektionsmitteln auch Mundschutze knapp. Ihr könnt nähen?

Dann setzt euch an die Nähmaschine und näht Mundschutze.

Was benötigt ihr dafür?

  • Reinen Baumvollstoff
  • Hochdicht gewebt (z.B. Popeline)
  • Gummilitze (Schlüpfergummi)

Ein Schnittmuster mit Näh-Anleitung vom MALU-Nähcafé Dresden findet ihr HIER.

Nachbarschaftshilfe

Besonders gefährdet durch das Coronavirus sind ältere Menschen. Nachbarschaftshilfe und Rücksichtnahme sind unglaublich wertvoll in der aktuellen Situation. Bei euch im Haus wohnen ältere Menschen oder auch Menschen anderer Risikogruppen (zum Beispiel durch eine Vorerkrankung)? Macht einen Aushang im Hausflur und bietet eure Hilfe bei alltäglichen Erledigungen an. Das kann sein den Einkauf zu übernehmen mit anschließender kontaktloser Übergabe, das Spazierengehen mit einem Hund, Notfall-Kinderbetreuung oder auch die wöchentliche Hausordnung übernehmen.

Einen Vordruck für einen entsprechenden Aushang findet ihr HIER.

Unterstützung bei Personalmangel in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen

Ihr seid Medizinstudenten, gelernte, ehemalige oder pensionierte Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen, Krankenpfleger*innen, MFA/MFT oder Verwaltungsmitarbeiter*innen?

Dann könnt ihr euch über diesen LINK registrieren. Falls es im universitätsklinikum durch die Corona-Pandemie zu Personalengpässen kommt, werdet ihr je nach Qualifikation und Bereitschaftsangaben kontaktiert.

Onlineplattformen Hilfe & Helfen

Auf der Website Quarantänehelden kann man sich registrieren und sowohl Hilfe anbieten, als auch nach Hilfe suchen. Unter Angabe der Postleitzahl können hier schnell Hilfesuchende mit Hilfebietenden vernetzt werden.

Eine weitere Seite zur Nachbarschaftshilfe ist nebenan.de.

Gabenzaun Dresden

Wie auch in anderen Städten finden sich in Dresden Gabenzäune. Verpackt in Tüten können hier Lebensmittel (Sofortverzehr, ohne kochen genießbar), saubere Kleidung, Hygieneartikel, Decken, Isomatten, Handtücher und Hundefutter angebracht werden. Die Spenden sind für Obachlose gedacht. Da viele Nachtcafés und Unterkünfte aufgrund der Infektionsgefahr geschlossen werden mussten, ist es für viele Wohnungslose eine prekäre Situation. Nicht nur, dass sie durch Vorerkrankungen bereits zur Risikogruppe gehören, auch die kühlen Temperaturen erschweren neben mangelndem Infektionsschutz das Leben auf der Straße.

HIER findet ihr eine Übersicht der aktuellen Gabenzäune in Dresden. Solltet ihr einen Zaun entdecken, teilt die Location mit dem Hashtag #gabenzaundd.

Hamstereinkäufe

Bitte macht keine Hamstereinkäufe und lasst euch nicht durch den Kaufwahnsinn anderer beeinflussen. Deckt euch mit dem für euch wirklichen notwendigen Bedarf an Hygieneartikeln und Lebensmitteln ein. Die Produktion und Versorgung von Waren des alltäglichen Bedarfs wird nicht eingestellt und die Supermärkte und Drogerien werden weiterhin beliefert. Es ist nicht notwendig Toilettenpapier, Mehl, Zucker oder Milch für Monate auf Vorrat zu kaufen. Durch diesen Egoismus nehmt ihr anderen Menschen die Chance darauf sich mit dringend benötigten Produkten des täglichen Bedarfs zu versorgen. Einkäufe die 1-2 Wochen abdecken sind völlig ausreichend.

Ansonsten: BLEIBT BITTE ZUHAUSE. 

Linksammlung zum Thema Corona

Dresden

Stadt Dresden: Coronavirus

Universitätsklinikum Dresden: Informationen zum Coronavirus

Sachsen

Sächsisches Gesundheitsminsiterium: Coronavirus im Freistaat Sachsen

Allgemein

Robert-Koch-Institut (RKI): Informationen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-19)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Informationen zum Coronavirus

In dieser Ausnahmesituation ist es wichtiger denn je verantwortungsbewusst zu handeln, um die Risikogruppen zu schützen, die Verbreitung des Virus einzudämmen und seinen Teil zur Stabilisierung der Situation beizutragen. Wir möchten an euch appellieren: Beachtet die Hygiene- und Schutzmaßnahmen, haltet euch an die Allgemeinverfügung und verlasst eure Wohnräume nur wenn es unbedingt notwendig ist und helft Menschen in eurem Umfeld.

Wir halten zusammen, unterstützen uns gegenseitig und nehmen die Maßnahmen zur Virusbekämpfung ernst.

Solltet ihr noch Hinweise für Hilfsangebote haben, lasst uns gern ein Kommentar da.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.