Ein großes Willkommen zurück an alle Schlösser-Fans! In Teil 1 unserer Schlösser-Reihe haben wir euch bereits vier spannende Schlösser im sächsischen Umland vorgestellt. Doch das ist noch längst nicht alles: Schließlich warten in Sachsen und Umgebung mehr als 200 Burgen und Schlösser darauf, entdeckt zu werden.
Deshalb geht unsere Reise durch das sächsische Schlösserland heute weiter. Dieses Mal nehmen wir euch mit zu vier weiteren beeindruckenden Orten, die nicht nur spannende Einblicke in die vergangenen Jahrhunderte geben, sondern auch mit Erlebnisführungen, Märchen-Touren, Kochkursen und Ritteressen jede Menge Abwechslung bieten. Macht euch bereit für eine kleine Zeitreise und entdeckt mit uns vier weitere besondere Burgen und Schlösser rund um Dresden.
1. Burg Kriebstein
Adresse: Kriebsteiner Straße 7, 09648 Kriebstein
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Website: burg-kriebstein.eu
Hoch oben auf einem Felssporn thront die Burg Kriebstein und macht ihrem Ruf als eine der schönsten Ritterburgen Sachsens alle Ehre. Sie liegt in der Nähe von Waldheim und ist mit dem Auto in knapp einer Stunde von Dresden aus zu erreichen. Besonders beeindruckend ist die gut erhaltene gotische Architektur des Spätmittelalters, die der Burg bis heute ihren besonderen Charakter verleiht.
Auch Film- und Märchenfans könnte die imposante Burg bekannt vorkommen: Kriebstein diente unter anderem als Drehort für „Grand Budapest Hotel“ sowie „Schneewittchen“ und „Die sechs Schwäne“.
Bei einem Rundgang könnt ihr die Burg von innen entdecken und dabei vom tiefen Keller bis hinauf zum historisch erhaltenen Dachgeschoss zahlreiche spannende Details erkunden. Ein besonderes Highlight ist das vollständig bemalte Kriebsteinzimmer aus dem Jahr 1423.
Auch das Veranstaltungsprogramm bringt regelmäßig einen Hauch Mittelalter auf die Burg. Ob Mittelalterfest, „Burg der Märchen“, stilvolles Ritteressen oder spannende Führungen – hier gibt es einiges zu entdecken.
Wer die Burg lieber auf eigene Faust erkunden und dabei gleichzeitig knifflige Rätsel lösen möchte, kann sich auf eine interaktive Verfolgungsjagd begeben. Gemeinsam mit der Familie oder Freunden gilt es, die Geheimnisse der Ritterburg zu lüften. Dabei könnt ihr eure Geschicklichkeit, Kombinationsfähigkeit und Kreativität unter Beweis stellen.
Weitere Veranstaltungen und Ausstellungen findet ihr hier.
Kleiner Tipp für Heiratswillige: Auf Burg Kriebstein könnt ihr euch standesamtlich das Ja-Wort geben. Dafür stehen unter anderem der Große Festsaal und der Kleine Veranstaltungssaal zur Verfügung. Auch eine kirchliche Trauung in der Burgkapelle ist möglich.
Foto: Schlösserland-Sachsen/Dittrich Foto: Marcel Quietzsch
2. Schloss Lauenstein
Adresse: Schloss, 01778 Altenberg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16.30 Uhr
Website: schloss-lauenstein.de
Weiter geht es ins Erzgebirge zu einem echten Geheimtipp für Kultur- und Naturfreunde, Kunst- und Geschichtsinteressierte sowie Erholungssuchende. Hoch über dem Müglitztal liegt das hübsche Schloss Lauenstein, das mit dem Auto etwa eine halbe Stunde von Dresden entfernt ist.
Seit 2019 gehört es zur UNESCO-Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Das beeindruckende Wohnschloss entstand im 16. Jahrhundert. Zu seinen bekanntesten Bewohnern zählt übrigens George Bähr, der Architekt und Erbauer der Dresdner Frauenkirche.
Ein Besuch im Schloss gleicht einer kleinen Zeitreise durch rund 800 Jahre Geschichte. Ihr könnt die prächtigen Gemächer des Renaissanceschlosses bewundern und in mehr als 30 Ausstellungsräumen in die Vergangenheit eintauchen. Kunstvolle Wandmalereien, die beeindruckende Stuckdecke des Wappensaals und die Portraitplastiken in der Schlosskapelle warten darauf, entdeckt zu werden.
Umgeben wird die historische Schlosskulisse von einem Barockgarten und einem Kräutergarten, in dem erzgebirgstypische Nutz- und Zierpflanzen wachsen.
Außerdem befindet sich im Schloss das Osterzgebirgsmuseum. Die Ausstellungen erzählen unter anderem von der Baugeschichte des Schlosses sowie vom Bergbau und den Mineralien der Region. Mehr über die Dauerausstellungen erfahrt ihr hier.
Viele der Ausstellungen und Führungen sind familienfreundlich gestaltet. Damit eignet sich Schloss Lauenstein perfekt für einen abwechslungsreichen Familienausflug.
Foto: Manfred Lohse Foto: Marcel Quitzsch Foto: Andre Forner
3. Schloss Rochlitz
Adresse: Sörnziger Weg 1, 09306 Rochlitz
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Website: schloss-rochlitz.de
Für unser drittes Schloss geht es wieder nach Mittelsachsen, genauer gesagt nach Rochlitz. Dort wartet mit dem Schloss Rochlitz eine beeindruckende Anlage mit mehr als 1.000 Jahren Geschichte auf euch.
Ursprünglich als Reichsburg im 10. Jahrhundert angelegt, gelangte die Anlage 1143 in den Besitz eines Markgrafen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Schloss unter anderem als Nebenresidenz, Witwensitz und Jagdschloss genutzt. Eine besonders bekannte Bewohnerin war Herzogin Elisabeth von Rochlitz, die eine wichtige Rolle bei der Einführung der Reformation spielte. Seit 1892 befindet sich in den historischen Mauern ein Museum, das heute einen großen Teil der Anlage einnimmt.
Und natürlich könnt ihr die bewegte Geschichte des Schlosses auch selbst entdecken. Bei verschiedenen Führungen erfahrt ihr mehr über die Bewohnerinnen und Bewohner des Schlosses und könnt auf Rundgängen durch die mehr als tausendjährige Schlossgeschichte wandeln.
Wer Geschichte nicht nur anschauen, sondern richtig erleben möchte, ist bei den Erlebnisführungen genau richtig. Ein besonderes Highlight ist beispielsweise der Mittelalterkochkurs in der urigen Schlossküche.
Von familienfreundlichen Führungen über rätselhafte Mitmachangebote bis hin zu Führungen über die starken Frauen von Schloss Rochlitz ist für unterschiedliche Interessen etwas dabei. Mehr über die vielseitigen Ausstellungen und Erlebnisangebote erfahrt ihr hier.
(Copyright © Schlösserland-Sachsen/Dittrich) Schloss Rochlitz Foto: Andre Forner
4. Burg Gnandstein
Adresse: Burgstraße 3, 04654 Frohburg OT Gnadnstein
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Website:
Zum Abschluss der Schlösserreise geht es noch ein Stück weiter in Richtung Leipzig. Bei Frohburg, oberhalb des Flusses, liegt die Burg Gnandstein. Sie gilt als Sachsens besterhaltene romanische Wehranlage.
Die Burg wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut und diente den Wettinern als Sitz. Im späten 15. Jahrhundert wurde die Anlage um eine spätgotische Kapelle erweitert, in der sich drei kunstvoll gestaltete Altäre befinden.
Bei öffentlichen Führungen könnt ihr die historischen Wohnräume und den beeindruckenden, 33 Meter hohen Bergfried erkunden. Aufgrund von Baumaßnahmen ist der Turm aktuell allerdings gesperrt und kann voraussichtlich ab 2027 wieder besichtigt werden.
Dafür stehen die Türen zu den Ausstellungen offen. Im Schaumagazin könnt ihr große und kleine Schätze des Museums entdecken. Außerdem warten unter anderem die Sammlung Groß, die Kapelle, das Keramikgewölbe und die Waffenkammer auf euch. Mehr über die Führungen und Erlebnisangebote erfahrt ihr hier.
Event-Tipp: Familienwochenende „Mittelalter hautnah“ am 24. und 25. Oktober 2026
Am letzten Oktoberwochenende erwacht die Burg zum Leben und nimmt euch mit auf eine Zeitreise ins frühe Mittelalter. Historische Persönlichkeiten aus der sächsischen Landesgeschichte werden wieder zum Leben erweckt und zeigen euch, wie man sich damals die Zeit vertrieb, Kleidung fertigte und kämpfte.
Mehr zum Event gibt’s hier.
(Copyright © Schlösserland-Sachsen/Dittrich) Foto: Andre Forner Foto: Andre Forner
Damit kommen wir zum Ende des zweiten Teils unserer Reise durch das sächsische Schlösserland. Wir hoffen, dass wir euch wieder ein wenig Inspiration für die nächsten Wochenendausflüge mitgeben konnten und ihr Lust bekommen habt, die Schlösser und Burgen Sachsens und ihre faszinierenden Geschichten selbst zu entdecken.
Welches Schloss darf eurer Meinung nach auf keinen Fall fehlen und ist euer ganz persönliches Must-see in Sachsen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!










