In Herbst und Winter lauert sie auf uns und manchmal erwischt sie einen – die Erkältung. Husten, Schnupfen und Wehleidigkeit plagen einen mehrere Tage oder gar Wochen und man leidet vor sich hin. Um dieses Leiden etwas zu verkürzen, zu mildern und Trost zu spenden, bietet Dresden einige Anti-Erkältungs-Mittel.

Wenn ich krank bin muss ich etwas jammern
Konkret hat sie mich erwischt. Erst war ich schlapp, dann tat alles weh und schließlich kamen Husten und die verstopfte Nase. Der Ablauf einer Erkältung folgt oft einer bestimmten Dramaturgie. Ein besonders wichtiger Aspekt dieser Erkältungs-Dramaturgie besteht darin, das Umfeld teilhaben zu lassen. Denn so ganz alleine leidet es sich nicht schön. Leid will geteilt werden. Leid will weitergegeben werden. Leid benötigt Aufmerksamkeit und Publikum. Denn wenn man einfach nur für sich alleine erkältet ist und keiner bekommt es mit, ist man dann wirklich richtig erkältet? Da es aber unethisch wäre, anderer anzustecken und ich niemandem schaden möchte… Hm, na obwohl, meine fiese Ex-Nachbarin, die mir immer auf die Nerven gegangen ist?
Nein… andere bewusst anstecken ist unethisch. Gilt auch für böse Ex-Nachbarn. Das gibt keine Karma-Punkte. Aber Familie und Umfeld kann man ja ein wenig „volljammern“. Oder anders formuliert: durch das Kommunizieren des eigenen (kränklichen) Zustandes erfahre ich emotionale Entlastung – oder auch Katharsis. Das war in der antiken Tragödie (ja, Schnupfen kann eine wahre Tragödie sein) das Durchleben von Jammer und Schrecken, aber mit Publikum, damit die Zuschauer mitjammern konnten. Hinterher fühlten sich dann alle besser. Wenn das im antiken Griechenland funktioniert hat, dann doch sicher auch heute noch.

Kakao und Plätzchen helfen bei Erkältung
Wichtig ist jedoch hierbei, wie im antiken Theaterstück, die dramaturgischen Höhepunkte gezielt auszuspielen. Die Schnupfen-Jammer-Story muss gekonnt aufgebaut werden und darf ihre „Highlights“ nicht zu früh bringen. Kennt ihr die Werbung für das Erkältungsmittel, das den gleichen Namen trägt, wie ein aus mehreren Filmen bekannter Auftragskiller, gespielt von Keanu Reeves? In der Werbung liegt ein kränklicher Mann im Bett, windet sich und ruft seiner Frau zu „Schaaaatz, kannst du meine Mama anrufen?“. Hier wird ganz klar zu viel gejammert. Die Frau in der Werbung wirkt genervt und der Zuschauer denkt vielleicht wirklich an einen Auftragski…
Also: nicht übertreiben. Ja, ich bin erkältet und ja ich jammere ein klein wenig und würde mich über trostspende Gaben wie Kakao und Plätzchen freuen. Aber niemand muss meine Mama anrufen.

Oder doch Vitamine und Obst aus dem Konsum?
Apropos Schokolade – ich könnte ja auch im Konsum Obst und Gemüse kaufen. Als besonders hilfreich bei Erkältungen gelten Ingwer und Zitrone. Andererseits habe ich vor etwa zwei Monaten einen Apfel gegessen und bin nun dennoch erkältet. Vielleicht ist die Sache mit den Vitaminen also nur eine urbane Legende? Da schaue ich mich im Konsum doch lieber in der Abteilung für Süßes um.
Erkältungsmittel aus der Apotheke
Auf der Webseite der Vital-Apotheke schaut ein engagierter Apotheker stolz in die Kamera und blickt uns vom dortigen Bild mit sanfter Erhabenheit an. Er wirkt so, als würde er den Bakterien und Viren zurufen: „Ihr kommt hier nicht rein“. So wie ein Türsteher, nur dass sich hinter ihm kein Nachtclub befindet und ich doch ziemlich optimistisch bin, dass er mir schon erlauben würde, die Vital-Apotheke in Dresden zu betreten, auch wenn ich kein partytaugliches Outfit vorweisen kann. Von Erkältungsbad über Nasenspray bis hin zu Hustensaft und dem eingangs erwähnten Erkältungsmittel mit dem Namen eines Auftragskillers dürfte sich hier so ziemlich alles finden, was die Schnupfnase schnell wieder heilt.
Was hilft also, wenn die Dresdner erkältet sind? Ein wenig jammern natürlich und allerhand Nützliches aus der Apotheke. Süßigkeiten spenden Trost und eine heiße Tasse Kakao wärmt Bauch und Seele. Nur mit Obst und Gemüse bin ich mir nicht so sicher. Existieren Vitamine wirklich?
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