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Spezialitäten aus Sachsen – Was uns Dresdnern so richtig schmeckt

Heute verraten wir euch was ihr unbedingt probiert haben solltet wenn ihr Dresden einen Besuch abstattet. Für die meisten gebürtigen Dresdner sind diese Spezialitäten Standard und sollten bei jedem bekannt sein. Und wenn nicht, dann wird es Zeit diese zu probieren!

Was Deftsches

Sächsische Kartoffelsuppe

Nicht direkt aus Dresden, aber wie der Name schon sagt aus Sachsen und auch hier bei allen bekannt und vor allem beliebt. Die Sächsische Kartoffelsuppe. Diese findet man hier in fast jeder Gaststätte auf der Vorspeisenkarte mit ein paar Wiener Würstchen. Auch zu Hause ist sie mit etwas Suppengrün, reichlich Kartoffeln und Zwiebeln einfach zuzubereiten. Ein leckeres Gericht bei dem man nicht viel falsch machen kann.
Kartoffelsuppe findet man auch in fast allen anderen Teilen Deutschlands und Österreichs, allerdings ist da die Zubereitung etwas anders. So wird sie in Norddeutschland zum Beispiel mit Backpflaumen oder in der Pfalz mit Dampfnudeln zubereitet.
Wer aber nach Dresden kommt, sollte die typische Sächsische Kartoffelsuppe probieren.

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Eine typisch Sächsische Kartoffelsuppe mit Wiener Würstchen. ©wikipedia

Sauerbraten

Das wohl aufwendigste, aber auch größte Gericht aus unserem heutigen Beitrag  ist der Sächsische Sauerbraten. Ein deftiger Schmorbraten, angereicht mit selbstgemachten Kartoffelklößen und Rotkraut. Ein richtiges Sonntagsgericht, wie man es sich wünscht. Verfeinert wird das Fleisch mit Rotwein, welcher natürlich auch aus der Region stammen sollte, damit es eine wirklich typische „Sächsische Spezialität“ wird. Allerdings benötigt man für dieses leckere Essen ein paar Tage mehr, da das Rindfleisch mindestens 2 Tage im Sud von bestimmten Gewürzzutaten ruhen sollte. Denn nur dadurch wird das Fleisch so richtig zart und saftig. So eine Zubereitung braucht seine Zeit, aber dafür lohnt es sich. Am besten ladet ihr gleich noch die ganze Familie zum Mittagessen ein, damit auch jeder von eurem aufwendigen, leckerem, typisch Sächsischem Gericht probieren kann.

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Sächsischer Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Rotkraut. ©wikipedia

Fettbemme

Einfach, lecker und beliebt-besonders in Sachsen. Die Fettbemme. Einige von euch werden bestimmt nicht wissen, was eine „Fettbemme“ ist, denn das versteht man auch nur als waschechter Sachse. Eine Fettbemme ist eine Scheibe Brot, welche mit Schmalz bestrichen ist. Häufig werden dieser Scheibe Brot noch einige saure Gurken beigelegt und eine Prise Salz zugegeben, um dem ganzen etwas mehr Geschmack zu verleihen. Typisch Sachsen ist also die Fettbemme!

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Eine Fettbemme macht sich auch gut mit ein paar Zwiebeln. ©pixabay

Gaffee und Guchn

Dresdner Christstollen

Die wohl mit bekannteste Leckerei aus Dresden ist natürlich der Dresdner Christstollen. Dieser fehlt bei keinem in der Weihnachtszeit am Kaffeetisch. Letztendlich ist der Stollen ein Kuchen aus schwerem Hefeteig, welcher mit unterschiedlichen Füllungen hergestellt wird. Besonders beliebt sind hier bei uns die Füllungen mit Rosinen, Mandeln oder Mohn.
Stollen wird übrigens das ganze Jahr hergestellt, hat aber in der Adventszeit seine höchste Verkaufsrate. Wird der Stollen zur Advents- und Weihnachtszeit hergestellt, bezeichnet man ihn als Christstollen, obwohl es in der Rezeptur keinen Unterschied zu dem Stollen der restlichen Monate gibt.
Da die Dresdner sehr stolz auf ihren Stollen sind, wird dieser jedes Jahr mit dem Dresdner Stollenfest zelebriert. Dieses Jahr könnt ihr euch den 08. Dezember schon einmal rot im Kalender anstreichen, denn da ist beim großen Festumzug durch die Altstadt wieder richtig was los. In unserem Beitrag zum letzten Stollenfest erfahrt ihr wie so ein Fest abläuft.

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DResdner Christstollen zu Weihnachten. ©pixabay

Dresdner Eierschecke

Unsere nächste Spezialität, welche auf keinem Kaffeetisch und in keiner Bäckerei fehlen darf ist die typische Dresdner Eierschecke. Der Blechkuchen setzt sich aus drei verschiedenen Schichten zusammen. Der NAme „Eierschecke“ leitet sich übrigens von der obersten Schicht ab, denn diese besteht aus cremig gerührtem Eigelb mit Zucker, Butter, Vanillepudding und dem schaumig geschlagenem Eiweiß. Verkauft, oder angerichtet wird die Eierschecke meistens in rechteckigen Stücken, nur selten findet man eine Tortenform an. Häufig wird die Eierschecke noch mit Rosinen verfeinert.
Die weltbeste Eierschecke wird übrigens im Dresdner Kaffeestübchen angeboten. In unserem Beitrag über die 5 besten Cafés Dresdens könnt ihr mehr über das Café mit der leckeren Eierschecke lesen. Da wird sie übrigens im Tortenform verkauft 😉

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So sieht ein typisches Stück Eierschecke bei uns in Dresden aus. ©wikipedia

Pulsnitzer Pfefferkuchen

Der Pulsnitzer Pfefferkuchen stammt aus dem, wie uns der Name schon verrät, sächsischen Pulsnitz. Pulsnitzer Pfefferkuchen werden traditionell handwerklich in verschiedenen Lebkuchenvarianten hergestellt. Der Unterschied zu anderen herkömmlichen Lebkuchen besteht darin, dass der Pulsnitzer Pfefferkuchen länger gelagert und somit mehr Zeit zum reifen vor dem Backen hat. So wie der Stollen, ist der Pfefferkuchen kein typisches Saisonprodukt, sondern wird ganzjährig hergestellt und in den Pfefferküchlereien der Stadt sowie auf Märkten der Region angeboten. Typisch ist er bei uns trotzdem eher in der Weihnachtszeit.

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Das waren unsere bekanntesten und beliebtesten Sächsischen und Dresdner Spezialitäten. Die meisten davon kennt ihr sicher und habt ihr selber immer auf Vorrat da. Was sind eure Lieblingsspezialitäten und was ist für euch typisch Sächsisch? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. 

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