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Leibniz-Gemeinschaft – Forschungseinrichtungen Dresdens Teil 1

Wusstest du das Dresden eine der Europa größten Institute hat oder das hier die älteste geowissenschaftliche Institution der Welt steht?
Heute möchten wir dir die Leibniz-Gemeinschaft und ihre Standorte in Dresden sowie deren Forschungsgebiete vorstellen.

Die Leibniz-Gemeinschaft besitzt insgesamt 5 Einrichtungen in Dresden, wovon 2 die größten in ganz Deutschland sind. Das Leibniz Institut fokussiert sich insbesondere auf anwendungsbezogene Grundlagenforschung.

Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW)

Bei der IFW wird die Physik und Chemie von verschiedensten Stoffen untersucht und erforscht, um solche zu finden, die sich für neue Materialien eignen könnten. Insbesondere ist man hier auf der Ebene der Atome und Elektronen sowie derer von Molekülen unterwegs, welche der Gesetzmäßigkeiten der Quantenphysik unterliegen. Diesen Gesetzmäßigkeiten wird sich hier gewidmet um Materialien mit besseren oder komplett neuen Funktionen zu entwickeln.
Besonders geht es um Funktionen die gerade in unserem digitalen Zeitalter sehr nützlich und wichtig sind, so zum Beispiel um Informationen besser zu speichern oder diese schneller übertragen zu können. Weiterhin widmet sich auch die Forschung dem Filtern von Wellen bestimmter Frequenzen, dem Abschirmen magnetischer Felder, wie man Wärme in Strom umwandelt oder um Energie zu speichern.

Weitere Informationen kannst du auf der Homepage des IFW finden.

Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF)

Wie der Name bereits andeutet wird hier Polymermaterialforschung betrieben. Gleichzeitig ist das IPF eine der größten Polymerforschungseinrichtungen in Deutschland. Dabei betreiben sie eine ganzheitliche Polymerforschung von der Synthese und Modifizierung polymerer Materialien. Außerdem wird sich der Charakterisierung, der theoretischen Durchdringung, der Verarbeitung bis hin zur Prüfung gewidmet.

Im IPF arbeiten vor allem Natur- und Ingenieurwissenschaftler/innen zusammen.
Viele der hier bearbeiteten Themen sind zukunftsorientiert und beinhalten Material-, Technologie- und Systementwicklungen. Dabei dienen die Forschungen auch vor allem der Sicherung von Lebensstandard, Lebensqualität und der Nachhaltigkeit.

Es werden im IPF folgende Themen bearbeitet:

• Funktionale nanostrukturierte Grenzflächen und Polymersysteme
• Biologie-inspirierte Grenzflächen- und Materialgestaltung
• Polymere Netzwerke und übermolekulare Strukturen
• Prozessgeführte Strukturbildung polymerer Materialien

Wenn du mehr Details zu den Themen wissen möchtest, findest du diese auf ipfdd.de

Forschung Dresden

Leibniz-Institut ökologische Raumentwicklung (IÖR)

Die IÖR ist eine raumwissenschaftliche Forschungseinrichtung, welche sich ökologische Fragen über die nachhaltige Entwicklung stellt. Hierbei geht es im speziellen um die umweltgerechte Entwicklung von Städten und Regionen. So wird in den verschiedenen Gebieten untersucht, wie Infrastrukturen möglichst so gestaltet werden können, dass die Flächen und die natürlich gegebenen Ressourcen umweltverträglich genutzt werden. Weiterhin werden Umweltrisiken durch natürliche Gefahren oder auch durch den Klimawandel untersucht. Dabei wird der Fokus insbesondere auf den urbanen Raum gelegt und Strategien, Maßnahmen und Instrumente entwickelt, um diese Risiken zu berücksichtigen.

Forschungsgebiete der IÖR sind unter anderem:

• Wandel und Management von Landschaften
• Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen
• Umweltrisiken in der Stadt- und Regionalentwicklung
• Monitoring der Siedlungs- und Freiraumentwicklung
• Wirtschaftliche Aspekte der ökologischen Raumentwicklung
• Nachhaltigkeits-Transformationen in Städten und Regionen

Wenn du mehr über die einzelnen Teilgebiete erfahren möchtest kannst du das auf ihrer Homepage nachlesen.

Institut für Wirtschaftsforschung (IFO)

Das IFO Institut besteht bereits seit 70 Jahren. Die Forschung widmet sich hier öffentlich und wissenschaftlich relevanten Themen um einen möglichen Diskurs zu schaffen. Dabei sind für sie die fünf Handlungsfelder Politikberatung, Information/ Service, Forschung, Nachwuchsförderung und die Beteiligung an öffentlichen Debatten besonders wichtig. Wie du siehst liegt der Hauptfokus auf wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungen. Diese hier ausgearbeiteten Wirtschaftsdaten werden auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und für Interessierte gibt es auch des öfteren verschiedene Vorträge und Forschungsseminare.

Das IFO teilt sich in 8 Forschungsbereiche auf:

• Zentrum für Makroökonomik und Befragungen
• Zentrum für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie
• Zentrum für Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsökonomik
• Zentrum für Bildungsökonomik
• Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien
• Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen
• Zentrum für Außenwirtschaft
• Zentrum für internationalen Institutsionenvergleich und Migrationsforschung

Mehr zu IFO findest du auf: ifo.de

Senckenberg Naturhistorische Sammlung

Die Naturhistorischen Sammlungen in Dresden gehen bereits auf das 16. Jahrhundert zurück und das Museum für Mineralogie und Geologie sowie das Museum für Tierkunde zählen weltweit zu den ältesten naturhistorischen Museen. Zudem gibt es den Naturhistorischen Sammlungen des öfteren lohnenswerte Sonderausstellungen im Japanischen Palais in Dresden. Diese eignen sich auch besonders für Kinder, da sie spielerisch viel Wissen über das jeweiligen Thema vermitteln.

Der Sammlungsbestand der Museen ist unglaublich groß. Im Museum für Mineralogie und Geologie gibt es etwa 400.000 Mineralen, Fossilien und Gesteine. Die ersten Sammlungsobjekte wurden hier bereits 1587 erwähnt und somit ist diese Einrichtung die älteste geowissenschaftliche Institution der Welt.
Auch der Bestand des Museums für Tierkunde ist beachtlich. Hier gibt es mehr als 6 Millionen Tierpräparate, welche den gesamten Globus abdecken. Aufgrund des großen Typenreichtums ist das Museum auch international sehr bedeutend. Forschungsgebiete sind Taxonomie, Systematik und Phylogenie, Anatomie, Morphologie und Zoogeographie. Weiterhin können beide Museen auf einen sehr alten Fachbestand von Literatur zurückgreifen.

Du solltest aber beachten das am Standort des Institutes in Dresden-Klotzsche keine öffentlich zugängliche Ausstellungen stattfinden.
Allerdings gibt es dafür, wie bereits erwähnt, verschiedenste Sonderausstellungen. Aktuell findet im Japanischen Palais die Ausstellung „Die dünne Haut der Erde – unsere Böden“ noch bis zum 15. September 2019 statt.

Wenn du mehr zu Sonderausstellungen wissen möchtest, besuche doch am besten die Homepage.

Verschiedenste Fossilien werden hier aufbewahrt.
Verschiedenste Fossilien werden hier aufbewahrt.

In Dresden gibt es mit der Leibniz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, mit Max Planck und dem DFG-Forschungszentrum viele Einrichtungen für Forschung. Heute hast du einiges über die Leibniz-Gemeinschaft erfahren. Über die nächsten Monate werden wir dir auch die weiteren Forschungseinrichtungen vorstellen. Sei gespannt!

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