Theodor Rehbenitz, Italia und Germania (nach Johann Friedrich Overbeck), 1835
Albertinum/Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gal.-Nr. 2813
Foto: Jürgen Karpinski

Albertinum – Sonderausstellung „Unter italischen Himmeln“

Heute möchten wir euch über das Albertinum, mit besonderem Fokus auf die seit Mitte Februar stattfindende Sonderausstellung „Unter italischen Himmeln“ berichten.

Lage

Das ehemalige Zeughaus, welches am Ende des 19. Jahrhunderts zum Museum umgebaut wurde, liegt in der wunderschönen barocken Altstadt Dresdens.
Das Albertinum ist zwischen den Straßenbahnhaltestellen Pirnaischer Platz und der Haltestelle Synagoge gelegen.
Von der Haltestelle Synagoge aus, erreicht ihr das Museum Albertinum schon innerhalb von 5 Minuten zu Fuß.

Die Haltestelle erreicht ihr mit der Straßenbahnlinie 3 oder 7.

Hier findest du die passende Verbindung!

Sonderausstellung „ Unter italischen Himmeln“

Wenn man zum ersten Mal die Räumlichkeiten der Sonderausstellung im Albertinum betritt und das erste Landschaftsgemälde betrachtet, welches uns mit seiner wunderschönen idyllischen Landschaftskomposition, dem warmen weichen Licht, dem saftigen Grün der Wiesen und dem italienischen Blau des Himmels verzaubert, spürt man förmlich die angenehme Wärme Italiens. Man kann die Sehnsucht, welche die deutschen Maler nach dem unverkennbarem italienischen Klima und den Landschaften haben mussten, sogleich nachempfinden.

Max Klinger, Das Kolosseum in Rom, 1888 Albertinum/Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gal.-Nr. 2460 B Foto: Ursula-Maria Hoffmann
Max Klinger, Das Kolosseum in Rom, 1888
Albertinum/Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gal.-Nr. 2460 B
Foto: Ursula-Maria Hoffmann

In der Sonderausstellung werden derzeit über 130 Werke, die einem genau dieses Gefühl vermitteln, ausgestellt.
Unter besonderem Fokus wird das Schaffen von deutschen Künstlern, unter anderem von Ludwig Richter, Max Klinger und Oswald Achenbach im Austausch mit internationalen Künstlern, wie Johan Christian Dahl hervorgehoben.
Viele dieser hier gezeigten, teilweise sehr aufwendig restaurierten Gemälde und Leihgaben werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
Viele Landschaftsmaler sehnten sich lange, wie der Name der Ausstellung andeutet, nach einem italischen Himmel.
Italien, insbesondere Rom war für viele Künstler ein beliebtes Reiseziel im 19. Jahrhundert. Hier bildete sich ein ganzes Netzwerk, welches den Austausch unter verschiedenen Nationen ermöglichte. Dieser Austausch führte unter den Künstlern zu einer Fortentwicklung der Wahrnehmung und Darstellung der Natur.
Die Künstler wurden nachhaltig durch ihre Italienreisen beeinflusst und entwickelten von da an eine neue Sensibilisierung für ihren Stil.
Die erst kürzlich Ende des 19. Jahrhunderts erfundenen Farbtuben ermöglichten vielen Künstlern die direkten Farben des Lichtes, des Schattens, der besonderen Geologie der Landschaftsstriche, der Architektur und der antiken Skulpturen bereits vor Ort einzufangen.
Dennoch sind die meisten Gemälde erst in ihrem Atelier, in der Heimat der Künstler entstanden. Ziel war es, die perfekte Komposition für die melancholisch, elegischen Landschaften zu finden und vorerst grafische Skizzen, sowie welche mit Ölfarben, auf der Italienreise vor Ort anzufertigen.

Die Veranstaltungen zu der Sonderausstellung haben für jeden etwas zu bieten, ob Kunstgespräche, Führungen, Abendvorträge, selbst Filmabende und ein Wandelkonzert sind im Programm.

An dieser Stelle möchte ich auch nochmal den Mitarbeitern der Staatlichen Kunstsammlungen Dresdens ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung des Fotomaterials der Gemälde aussprechen.

Das Albertinum gibt einem viele Gründe, die einen Besuch wert sind.
Das Albertinum gibt einem viele Gründe, die einen Besuch wert sind.

Dauerausstellungen und das Albertinum als Eventbereich

Neben den jährlichen zahlreichen Sonderausstellungen, findet man hier seit 2010, nach der umfassenden Sanierung des Albertinums in der Dauerausstellung behandelte und gezeigte Epochen von der Romantik, über den Impressionismus und Expressionismus, zur Neuen Sachlichkeit bis hin zur Gegenwart.
In der Dauerausstellung „Galerie Neue Meister“ können wir uns Gemälde unter anderem von namhaften Künstlern, wie Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Johan Christian Dahl bis hin zu einem der aktuellsten Künstler Gerhard Richter anschauen.

Zu letzterem findet auch aktuell eine weitere Sonderausstellung „Benjamin Katz fotografiert Gerhard Richter“ anlässlich Gerhard Richters 85. Geburtstags, noch bis zum 21. Mai 2017 in dem Albertinum statt.

Weiterhin finden wir im Albertinum auch eine Skulpturensammlung, welche Werke von über fünf Jahrtausenden präsentiert. Gezeigt werden Skulpturen aus den verschiedensten Bereichen, von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Gegenwart.

Des weiteren ist das bereits so vielfältige Albertinum neben einer Restaurierungsstelle für Gemälde der alten und neuen Meister, gleichzeitig auch ein Eventbereich.
Der große lichtdurchflutete Innenhof des Albertinums wird oft für Themen- und Filmabende, für den Dialog zwischen den verschiedensten Menschen oder als Diskussionsplattform wie vor kurzem erst zum 1. Kulturfrühstück genutzt.

„Unter italischen Himmeln„ vermittelt einem die Sehnsucht nach dem warmen Lichtern und den blauen Farben des italienischen Himmels. Nun ist dieser durch die Sonderausstellung ein Stück weit nach Dresden geholt worden.
Wenn du nun auch gerne die einzigartigen italienischen Landschaften bereisen würdest, dies zurzeit dir aber nicht möglich ist, kannst du sie in Form von Gemälden noch bis zum 28.05.2017 im Albertinum betrachten.

 

Bildnachweis Titel: Theodor Rehbenitz, Italia und Germania (nach Johann Friedrich Overbeck), 1835
Albertinum/Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gal.-Nr. 2813
Foto: Jürgen Karpinski

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *